Lesen & hören: I like you just the way you are…

02 Just the Way You Are

Warum dieser Post so heißt, dazu kommen wir später.

Ich hatte gestern Abend beim Zähneputzen und abschminken über ein Gespräch nachgedacht, das ich neulich mit jemandem geführt habe.

Leider bin ich nicht mehr darauf gekommen, wer es war, ich glaube, es war bei einer Party.

Es ging darum dass mich das Mädchen gefragt hat, ob ich lieber glatte Haare hätte – weil man ja immer das will, was man nicht bekommen kann.
Zu ihrer Verwunderung habe ich Nein gesagt.

Ich meine…warum auch? Ich bin zufrieden.

Und so fingen meine Gedanken an rumzuschwirren. Ich bin wirklich zufrieden und glücklich mit mir.

Ich rede mit so vielen Menschen die sagen sie wären zu dick, zu klein, sie wären gerne schlauer, schöner, toller, größer, dünner und was weiss ich nicht alles.

Ok, wenn man mich nun fragt, ob ich Lust hätte Bikini-Aufnahmen für den Otto-Katalog zu machen, würde ich auch sagen, dass die Wahl wahrscheinlich besser auf jemand anderen fallen würde, aber das liegt einfach daran, dass ich keinen Sport mache.

Warum nicht? Weil ich keine Lust darauf habe. Ich finde, und ich weiss, das sollte man gar nicht laut sagen, dass ich besseres zu tun habe. Ich treffe mich lieber mit Freunden, bastel was oder schaue mir nen guten Film an.
Das ist meine Lebensqualität und nur, wenn man 100% dahinter steht, kann man auch zufrieden sein, denke ich.

Damit verurteile ich weiss-Gott-niemanden, der das gerne macht. Aber ich mach es halt nicht gerne.

Man sollte eh nicht so viele Dinge machen, die man gar nicht will.

„Ich muss dies“, „ich muss das“…das geht mir auf die Nerven. Ich muss gar nichts. Ok, klar, ich muss arbeiten um meine Miete zu zahlen und schlafen und essen und so, aber ich muss nicht bei Bekannten von Bekannten von Freunden einen guten Eindruck hinterlassen, wenn ich auf ein Kaffee-Trinken gehe, wo ich eigentlich nicht hin will.

Ich denke, wenn man mit sich selber im Reinen ist, dann kann man auch sagen, dass man da keine Lust drauf hat.

Und manchmal braucht man dazu ein bisschen Hilfe – bei mir war es Felix, der mir ein großes Stück dabei geholfen hat.
So eine Art „Hilfe zum sich-selbst-lieben“.

Mein Ex-Freund war einer von der Sorte, der immer sagte…“Mach mal Sport, dann würde es dir auch besser gehen“, „Trink nicht so viel mit deinen Freundinnen, das nervt“ usw.
Kein Wunder, dass ich mich immer schlechter gefühlt habe. Irgendwann wusste ich gar nicht mehr, wer ich selber bin, weil ich so sehr versucht habe, das Mädchen zu werden, was er wollte.

Zu der Zeit habe ich Felix kennengelernt und viel mit ihm darüber geredet…wer ich bin, was ich gerne mache und was ich möchte.

Nichts davon war in meinem damaligen Leben so, wie ich es beschrieben habe.
Aber Felix mochte wohl genau diese Seite.

Als wir dann ein paar wurden war ich in der ersten Zeit noch total unsicher und wusste gar nicht, mit ihm umzugehen.
Das einzige, was er immer und immer wieder sagte und auch heute noch sagt „Ich mag dich, genauso wie du bist“.

(Danke, Felix).

Und wisst ihr was?
Ich mag mich auch wieder. Ich kann ein Wochenende auf dem Sofa liegen (auch bei Sonneschein), ich kann mit meinen Freundinnen bis 6 Uhr morgens um die Häuser ziehen, ich kann auch an solchen Abenden mal rauchen wie ein Schlot, ich kann mir auch abends eine Pizza bestellen und das alles auch genießen. Ich mache mir keine Gedanken darum, dass ich grade 3000 Kalorien gegessen habe…weil es hat ja geschmeckt :)

Und eigentlich geht´s doch nur darum.

Genuss = Liebe.

Zumindest für mich.

Und ich genieße mein Leben in vollen Zügen.

P.S.: Falls jemand denkt, dass ich eine große Berg- und Talfahrt mitmache, weil ich letzte Woche so deprimiert geklungen habe, der täuscht sich. Privates und „Privates“ ist ein himmelweiter Unterschied ;)

 

 

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