Felix & Nora – Eine Geschichte.

Vor fast genau 4 Jahren, am 24.03.2007, sind Felix und ich uns das erste mal über den Weg „gelaufen“. Naja, gelaufen ist zu viel gesagt. Wir haben uns in einem der sozialen Netzwerke kennengelernt.

Und das nur (er leugnet das zwar immer), weil er mich beobachtet hat :) Man konnte immer sehen, wer der letzte Besucher der Seite war. Er war es öfters :).

Tatsächlich habe ich dann doch den ersten Schritt gemacht und habe ihn angeschrieben. Böse Nora! Ich war noch in einer Beziehung – aber – wenn man ganz ehrlich ist, lief es zu dieser Zeit nicht sonderlich gut. Trotzdem: Shame on me.

Felix hat zurückgeschrieben…einmal, in der Woche zuerst…dann wurde es öfters. Ich kann die Mails nicht zählen – so viele waren es.

Ich habe mich damals in Sicherheit gewogen, da ich dachte, er würde in der Pfalz wohnen und dann darf man auch ruhig ein wenig online flirten – aber ich lag falsch: verdammt falsch.
Eines Tages erzählte er mir, er arbeite am Neptunplatz in Köln. Ich würde gerne meinen Gesichtsausdruck heute noch sehen, als ich dass gelesen habe. Man muss dazu sagen, dass die Luftlinie zu meiner Arbeit…naja, vielleicht 100 Meter beträgt.

Tja, was soll ich sagen…die Neugierde war da und die Vernunft weg. Wir haben uns immer beser verstanden, immer mehr geschrieben und irgendwann kam die Frage auf: Sieht man sich mal? Beim einkaufen vielleicht?

Ich hatte oft kalte Füße (und auch immer noch einen Freund) aber eines Tages war es soweit – es war der 25. Juni 2007 – da stand Felix zwischen Paprika und Tomaten vor mir. Ich war baff. Groß!!! Ich hab ihn auf dem Fotos kleiner eingeschätzt. Und dann haben wir das erste Mal miteinander geredet. Und total schüchtern waren wir beide. Meine Ohren haben so geklingelt – und zwar die ganze Zeit – dass ich fast nichts , von dem was er erzählte, gehört habe…ich kann mich überhaupt gar nicht mehr daran erinnern :)

Das war der Anfang dieser ganzen Geschichte. Die Skype-Abende wurden länger, die Einkäufe im REWE häufiger und dann…stand Felix Ende des Sommer in der Disko.
Einfach so. Und hat mich heimgebracht.

Ein paar Male danach hat das alles nicht mehr geklappt, so dass der Arme einmal 4 Stunden vorm „Ding“ stand (im Regen) und mir eine E-Mail nach der anderen mit seinem Handy schrieb (er hatte nicht meine Telefonnummer) und dann, als das Ding geschlossen hat, aufgab. Als ich das am nächsten Tag las, hat es mir das Herz fast gebrochen.

Dann, leider, hatten wir ein schwere Zeit Ende Herbst, Anfang Winter: Der Kontakt wurde von mir mehrfach unterbrochen, weil ich das alles mit meinem Gewissen nicht vereinbaren konnte und dachte, ich müsse nun unbedingt die Freundin sein, die von mir erwartet wird.

Wie naiv von mir. Eines Tages im Frühling, es war ein Freitag (der 28.03.2008, um genau zu sein), hatte ich in meiner Mailbox auf der Arbeit ein Lied:

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Ich hab mich um 09.00h morgens im Bad auf der Arbeit eingesperrt und erstmal 20 Minuten geheult. Das war der erste Kontakt seit 3 Monaten. Und keine Zeile, nichts, nur das Lied.

Ich bin an diesem Wochenende zu meinem damaligen Freund gefahren – ein letztes Mal.

Weil ich es nicht geschafft habe, Schluss zu machen (er hatte immer einen Grund, warum es nicht gänge), habe ich ihn Montag-Abend angerufen und habe es beendet.

Eine Stunden später hab ich Felix angerufen. 32 Anrufe in Abwesenheit hatte er, als er aus dem Büro (in dem er keinen Empfang hat) kam.

Nach einer Stunde telefonieren haben wir uns getroffen.

Seit diesem Tag sehen wir uns jeden Tag.

Ich bin nach 5 Monaten zu ihm gezogen.

 

Und genau heute sind drei Jahre vergangen, als wir uns nachts vor dem Plus in Ehrenfeld das erste Mal „solo“ gesehen und ein Bier getrunken haben.

 

Danke, für die schönen Jahre mit dir. Ich kanns mir all das nicht ohne dich an meiner Seite vortellen. Ilse ;)

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