Nun kochen wir zu zweit.

Endlich kommt mal wieder ein Artikel, der nichts mit nähen zu tun hat. Aber trotzdem mit selbermachen.

Ich habe lange darüber nachgedacht, was Johann zu Weihnachten bekommen soll und ich war ja am Anfang ganz stark für eine Kinder-Küche. Auf der anderen Seite: Noch ein Möbelstück in der Küche? Nein, danke.

Also kam mir nachts der Geistesblitz, ihm einfach an seinem Platz, wo er immer mit dem Lernturm (der nun auch verkauft wird, dazu später mehr) steht, eine kleine Kochstelle einzurichten. Noch ist sie ganz puristisch ohne Kindertopfset und mit großen Töpfen, ohne Regal für die Accessoires, aber solche Dinge wachsen ja bekanntlich mit.

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Wir fangen direkt mal mit dem Interessanten für Selbermacher an:

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Die schwarze Platte habe ich aus dem Baumarkt. Es ist 3mm starkes, beschichtetes MDF und ich habe es in A2 zuschneiden lassen. Kosten: 2€.

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Die Knöpfe sind ebenfalls aus dem Bauarkt (Kosten: 4,29€), ich weiß aber nicht mehr genau, wie diese heißen sondern nur noch, dass sie von Bosch sind. Falls es aber jemanden interessiert, suche ich die Verpackung.

Mit 2 unterschiedlich großen Tellern und einem weißen Edding habe ich die Feuerstellen eingezeichnet und unten das Herdplattenregister. Die Knöpfe habe ich ganz einfach mit Reißzwecken von hinten durchgestochen und Johann erklärt, dass man nur drehen und nicht zeihen darf. Klappt bisher ganz gut.

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Die Obstkörbechen habe ich von Rossmann, dort gibt es die gerade in Aktion, Kosten: 7,99€
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Johann war direkt Feuer und Flamme, hat gekocht und abgeschmeckt wie ein Großer.

Ich finde es super, dass er nun mit mir zusammen in der Küche „arbeiten“ kann und schon wieder bin ich total dankbar für den Lernturm (der wirklich täglich und immer benutzt wird). Johann ist dabei, sieht was ich mache und imitiert es. Hoffentlich wird aus ihm ein besserer Koch wie ich es bin.

xoxo, nora.

P.S.: Ich melde mich so wenig, da ich am Sonntag auf dem Weihnachtsmarkt hier verkaufe. Unter anderem wird es auch die Lerntürme, die Johann hat, zum Verkauf angeboten. Also wir für sein Kind oder das eines Bekannten noch ein Weihnachtsgeschenk braucht…der kann uns gerne besuchen. Der Weihnachtsmarkt wird stattfinden am 1. Advent in Köln-Libur von 15.00–19.00h.

 

 

 

 

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Schlafsack

Johann denkt sich auch ein paar Nächte im Monat, dass schlafen echt nur was für Babys ist und er ja nun auch keins mehr ist.

Das hat zur Folge, dass ich am nächsten Tag wie ein völlig übermüdetes, kaffeeschlürfendes Nervenwrack rumrenne und eigentlich nichts anderes mache, als sehnsüchtig auf Johanns Mittagsschlaf zu warten, um diesen dann natürlich nicht mitzuschlafen, sondern irgendwas anderes tue zu dem ich nie komme. Wie zum Beispiel Blogartikel schreiben. Diesen hier zum Beispiel.

Am Anfang dachten wir, es sei ihm zu warm. Oder zu kalt. Wir haben alles an Klimazonen in unserem Schlafzimmer durchprobiert und sind auch wieder zurückgekommen auf den Schlafsack. In diesem hat sich Johann aber immer so verdreht, dass ich nachts durch ein laut vernehmliches „Plopp“ – dem unter dem schrecklichen Druck auseinanderreißenden Druckknopfes an den Schultern – geweckt wurde. Immer und immer wieder.

Gott sei Dank hat Svenja mich gefragt, ob ich bei ihrem „Zappelphilipp“ wieder mit an Bord des Probenähens bin – und das war ich auch.

Ich habe, ganz anders als ich sonst handle, mal keine neuen bunten Stoffe geholt, sondern alles aus bestehenden Stoffen genäht. Das weiße Unterteil war einmal ein Betttuch meiner Urgroßtante und das Oberteil ein Hemd meines Vaters. Es bleibt also in der Familie.

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Die Schultern habe ich durchgängig genäht, denn nach unserer Erfahrung springen Druckknöpfe auf.IMG_5724

Dieser Schlafanzug hat den lustigsten Clou: Bettschuhe. Die sehen so niedlich aus und halten nachts die „kleinen“ Füßchen schön warm.IMG_5734

Der Anzug ist eine Nummer größer genäht, so hat Johann noch etwas davon und so ganz eingeengt mag ich ihn auch nicht schlafen lasse, das mag ich ja auch nicht.IMG_5737 IMG_5741

Das Schnittmuster des Zappelphilipp könnt ihr hier kaufen. Man kann ihn auch als normalen Schlafsack nähen!

So und ich widme mich nun wieder der Arbeit. Dieses Jahr bin ich hier im Dorf auf dem Weihnachtsmarkt und habe noch das ein oder andere vorzubereiten :)

xoxo, nora.

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Der „beste Mama der Welt“-Award

Guten Morgen und einen schönen Sonntag, ihr alle da draußen.

Während hier alles noch ganz friedlich schlummert (um 6.52h sollte das auch so sein), habe ich endlich ein bisschen Luft und Zeit, etwas zu schreiben.

Dieser Artikel schwirrt schon ganz lange in meinem Kopf und heute wird er mal niedergeschrieben.

In der letzten Woche habe ich mir meinen eigenen Blog noch mal so durchgeblättert und habe mir ein paar alte Beiträge durchgelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass diese komplett anders sind als meine heutigen. Viel detailreicher, viel persönlicher und viel viel länger. Ich finde es schade, nicht mehr so viel Zeit zu haben, mich um meinen Blog zu kümmern und viele persönliche Dinge nicht schreibe aus einem Grund: Ich traue mich nicht mehr.

Warum? Fragt ihr euch vielleicht und ich habe mir die Frage auch immer und immer wieder gestellt und ich habe eine Antwort: Weil ich keine Lust habe, mich mit bösen Kommentaren, Shitstorms oder sonstigen „wiemandasauchimmeriminternetnennt“-Dingen auseinanderzusetzen.

Schade eigentlich, dass man immer nur die negativen Dinge im Kopf hat und ich nie an meine ganzen lieben Leser denke, für die ich eigentlich meinen Blog schreibe. Für euch und für mich und eines Tages kann natürlich auch Johann davon profitieren, dass er einen Teil seiner Kindheit nachlesen kann.

Das ist nun auch der springende Punkt, an dem die Meinungen auseinander gehen. Ich für meinen Teil habe mich dazu entschlossen, mich verwundbar zu machen. Ich zeige Johann, den besten Teil meiner selbst, hier im bösen weiten Internet. Ich möchte weder mit meinem Kind angeben, noch möchte ich es bloßstellen – ich bin nur so stolz auf ihn, dass ich das niemals für mich behalten kann. Auf die Etikette hier zu achten, ist für mich selbstverständlich. Ich zeige Johann nicht nackt, halbnackt, leichtbekleidet oder in unangebrachten Szenen wie beim Töpfchentraining (und bevor Fragen aufkommen: Nein, wir haben noch nicht angefangen. Johann ist 17 Monate alt. Das ist kein Wettkampf hier).

Für mich hat das nichts damit zu tun, mich an „Regeln“ zu halten. Für mich ist das selbstverständlich. Das ist meine Grenze. Was aber nicht bedeutet, dass ich andere Grenzen verurteile. Mir ist es egal, wie andere Mütter ihre Kinder zeigen. Das wird schon jede für sich wissen.

Und aus einem anderen Punkt: Ich habe dazu keine Zeit. Wenn ich abends mal durch Instagram scrolle (mein Name ist nora_aredapple, falls jemand folgen mag) und mir mal schnell ein paar Bilder anschaue, ein paar like, dann habe ich für mich meine sozialen Internetkontakte genug gepflegt. Neulich, als ich etwas mehr Zeit hatte, habe in einem Kommentar gelesen „Ich habe dich geblockt, (nicht mich im Übrigen) weil du nur meine Bilder geliked, aber niemals kommentiert hast.“ Da fasse ich mir aber echt mal an den Kopf und da komme ich auch echt an den Punkt, wo bei mir das Unverständnis anfängt. Denn es gibt anscheinend Mütter, die ganz exakt das wollen, was die meisten anderen Mamas im Internet zwar nicht vermeiden, aber auf einem Minimum halten wollen: 100% Aufmerksamkeit für das eigene Kind. (An dieser Stelle, liebe Leser, ihr dürft weiterlesen, auch wenn nicht kommentiert oder auf Facebook geliked wird ;)).

Wenn ich mal ein Resumé der letzten Monate ziehe, wird mir immer mehr klar, dass ich etwas mache, was mir früher schnuppe war: Mich um die Meinung anderer scheren. Ich überlege drei mal, einen Artikel zu schreiben, ein Bild zu posten oder einen Kommentar zu schreiben. Weil ich anscheinend zu feige bin, mir anzuhören, was ich alles falsch mache. Wer neulich den Artikel über den Troll gelesen hat, der hat noch nie Erstlingsmamas erlebt. Man muss nur einen Gehfrei, einen laufenden Fernseher oder – Gott bewahre! – ein Babybjörn auf einem Bild haben und man kann sich sicher sein, die Hater auf seiner Seite zu haben. Ich meine, man kann ja eigentlich froh sein, dass sich die Welt und das Internet über die Erziehung deiner Kinder Gedanken macht und wenn es gut läuft mal nicht das Maul zerreißt – aber jetzt mal ehrlich: Muss das wirklich sein?

Sollten nicht alle Mamas dieser Welt zusammenhalten und sich Tipps geben bei der tollsten Sache der Welt, die man machen kann? Einem starken Charakter in einem kleinen Körper zu helfen, ein wundervoller Mensch zu werden.

Das alles ist kein Wettkampf und keiner wird eine Auszeichnung als „beste Mama“ erhalten und wenn doch, dann nur vom eigenen Kind. Dem ist das übrigens total egal, welch anderen Mutter im Internet man gute Ratschläge gibt. Das will nur eins: Aufmerksamkeit.

Darum lass ich das Internet nun Internet sein und fahre mit meiner verschlafenen Familie in den Wald, spazieren.

xoxo, nora.

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