Tschüss Schnulli!

Wie man unschwer an der Überschrift feststellen kann, haben wir einen weiteren Meilenstein geschafft: Der Schnulli ist weg.

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Er wurde insgesamt ca. 1,5 Jahre gebraucht, Johann hat nämlich erst beim abstillen mit 14 Monaten einen gewollt und seitdem waren die beiden ein gutes Team. Johann war nie ein Dauerschnullerer, er hat ihn zum Mittagschlaf bekommen, zum einschlafen abends und wenn er sich verletzt hat. Sobald er eingeschlafen war, habe ich ihm den Schnuller aus dem Mund genommen – immer ohne Protest.

Aber es war schon so, dass das Einschlafen ohne Schnulli immer ein bisschen schwierig (Mütter wissen an dieser Stelle was “ein bisschen schwierig” heißt) war. Wir hatten unsere kleine Rituale. Zähneputzen, Rollos runter, George Schneider (sein Bär) nehmen und ins Bett gehen. Und dann musste Mama noch schnell den Schnuller suchen.

 

Eines Abends vor 3 Wochen hatte ich partout keine Lust mehr, den allabendlichen Sherlock Holmes zu geben und habe ich aus dem Bauch raus gesagt, pädagogisch völlig klug und richtig: Wenn du heute ohne Schnulli schlafen gehst, bekommst du morgen zum Früstück ein Nutella-Brot.

Ich habe mit vielem gerechnet, aber damit nicht: Johann rennt ins Bett, legt sich hin und schläft.

Ich habe mit vielem gerechnet, damit aber nicht.
Am nächsten Morgen gab es natürlich das versprochene Nutellabrot und während er so vor sich hinmampfte erklärte mir, dass er jetzt keinen Schnulli mehr möchte. Nie wieder.

Nachdem ich mich an meinem Frühstück verschluckt habe, habe ich an das letzte Gespräch mit meiner Schwägerin gedacht und was sie mir erklärte: “Es gibt für alles ein Zeitfenster und wenn man es erkennt und nutzt, dann klappt das von ganz alleine.”

Also habe ich mich entschlossen den Weg zu gehen, der viele Fragen aufwerfen würde, viele Diskussionen mit sich zieht und noch weitere Mythen verbreiten würde: Ich habe die Schnullerfee gerufen.

Man muss dazu sagen, dass ich ein bisschen unter Schock und irgendwie auch unter Zeitdruck stand.

Wir haben alle Schnuller eingesammelt, ich habe Johann erklärt dass die Schnullerfee Schnuller gegen Spielzeug tauscht und sie dann anderen Babys bringt die ihre verloren haben und Johann ist wie von der Tarantel gestochen ins Zimmer gerannt, hat den Playmobilkatalog geholt und mit Felix alles ganz genau angesehen.

Dass er sich nicht für die Ritterburg in der großen Ausführung entschlossen hat, macht mich glücklich, preislich ähnlich war allerdings das, was er sich ausgesucht hat: Das Playmobil Feuerwehrauto.

Johann hat dann der Schnullerfee noch ein Bild gemalt. Mit Glitzersteinen und allem, was sich für eine Fee gehört, diese in den Karton mit den Schnullern gesteckt und auf die Terasse an den Platz gelegt, von dem er dachte, dass die Schnullerfee da gut landen kann.

Nach dem Essen war es dann soweit, wir haben die Päckchen getauscht und Johann musste natürlich immer mal wieder schauen, ob was da war. Bis halt wirklich was da war.

Seine Augen waren riesig, der Freudenschrei noch viel größer und wir haben dann schnell das Päckchen reingeholt und geöffnet. Das Feuerwehrauto wurde aufgebaut (Danke Playmobil, das musste ich sogar mit Anleitung machen -.-) und heiß und innig geliebt und bespielt.

Johann hat ein paar mal nachgefragt, wo die Schnuller sind. Unklugerweise habe ich ihm damals immer gesagt, weil ich nie wollte, dass er tagsüber schnullert, dass sie mit dem Flugzeug nach Malta liegen, da am Strand spielen und abends zurückkommen. (Witziger weise war meine Schwägerin in Malta diesen Sommer und hat auch noch Grüße vom Schnuller auf die Postkate geschrieben).
Diese Geschichte war irgendwie für ihn einprägsamer, als diese Geschichte mit den armen Kindern, die ihre Schnuller verloren haben. Und so leben wir glücklich in der Einflugschneise und ich muss mir bei jedem Flugzeug (und das sind sehr viele) anhören, dass da grade der Schnuller nach Malta fliegt. Und bei jedem dieser Sätze wird es auch für mich mal dringender, dort hin zu kommen ;)

Nun ja, ich muss nicht sagen, wie traurig ich bin, dass jetzt auf einmal alles ganz schnell geht, dass Johann so schnell groß wird und sich jeden Tag ein bisschen weiterentwickelt – denn das wissen alle Mamas.

Ich bin natürlich stolz auf ihn, dass er Dinge für sich alleine entscheidet die er will oder die er nciht mehr will oder braucht. So soll es in meinen Augen sein.

Und wenn er halt jetzt das Feuerwehrauto mit ins Bett nehmen muss, erstmal, dann finde ich mich auch damit ab ;)

 

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Sp (Schnuller von NUK, AVENT und DM, Gardine von Rossmann, Verdunklungsrollo war eingebaut, ähnliche gibt es aber bei Velux–Shop)

xoxo, Nora.

 

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“Wohnungstour”-Tour: Die Terrasse

Im Erdgeschoss zu wohnen ist nicht immer schön: Man sitzt auf dem Präsentierteller, die Einbruchsgefahr ist viel höher, wenn die Lage der Wohnung blöd ist, ist es oft in der Wohnung der dunkel.

Aber es hat diesen einen entscheidenen Vorteil: Das Kind kann alleine raus. Hoftür zu, Wohnungstür auf und man hat mindestens eine Stunde Ruhe. Das Kind fährt Fahrrad, spielt im Sandkasten oder schaut den Blumen beim Wachsen zu.

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Lange war unsere Terrasse ein Ort, an dem ich mich nicht richtig wohlgefühlt habe. Ich hatte keine eigenen Terrassen-Möbel und die, die ich hatte, haben gar nicht zusammengepasst. Nach dem Projekt Mosaik-Tisch und dem Kauf einer kleinen Bank fühle ich mich erstaunlich wohl an unserem lauschigen Örtchen.

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Frisch bepflanzt mit vielen bunten Blumen (mein neues Farbkonzept ist übrigens bunt, bunter, superbunt) wirkt es wirklich viel fröhlicher als noch vor 2 Monaten.

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In einem alten Korb, der kaputt war, habe ich Wildblumen gesäht und noch ein paar Frühlingsblümchen gepflanzt und natürlich gibt es wie jedes Jahr Osterglöckchen, Bellies und Kräuter. In einem kleinen Gewächshaus (nicht auf den Bildern) habe ich noch Lavendel, Ringelblumen und Kresse angepflanzt – verrückte Mischung, ich weiß. Aber dafür gab es einen Grund, den ich zu meiner Schande nun leider vergessen habe.

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Die obligatorische Lichterkette darf natürlich nicht fehlen, abends sieht es echt gemütlich aus :)

Natürlich ist das hässliche Kinderplastik-Spielzeug immer noch ein Dorn in meinem Auge umso erfreuter war ich, als Felix es kurzerhand in einen Drahtkorb von Westwing gesteckt hat. Ist immer noch Plastik, aber hübscher verpackt und leider auch unumgänglich mit kleinem Kind.

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Ebenso hat er sich liebevoll um die Decke gekümmert, die ich abends immer auf der Bank liegen habe und die nachts gerne von Katzen aus der Umgebung belagert wird oder einfach dann auf dem Boden liegt.

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Aber wir haben für das Kind natürlich nicht nur Plastik-Spielzeug, sein Opa hat ihm eine sehr schöne Schubkarre gebaut, die heiß geliebt wird und sich auch noch sehr schön auf der Terrasse macht :)

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Den Eingang unserer Tür schmücken meine Gummistiefel, ein Geschenk von Felix zu Weihnachten. Auf dem Feld nach Regen kommt man leider nicht anders vorwärts.

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Alles in allem bin ich jetzt schon (fast) glücklich. Ein anderer Bodenbelag wäre schön, eigentlich hatten wir vor etwas mit Holz zu bauen, aber das Budget dieses Jahr lässt das wie immer nicht zu ;)

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Aber ich kann wirklich nicht jammern. Wir haben genug Platz und sind dieses Jahr das erste Jahr wirklich zufrieden.

Xoxo, Nora.

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Die kleine Küchenbank

Nach der tiefen Traurigkeit, dass der Mosaik-Tisch so schnell fertig wurde, habe ich mir direkt ein neues Projekt angelacht.

Dass mich das nur einen Vormittag beschäftigen würde, konnte ich ja nicht ahnen.

Aber von vorne: Ich habe eine schöne kleine Küchentruhe, so eine, wie ich immer gesucht habe, sehr sehr günstig gebraucht erworben.

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Weil sie leider mit Klarlack lackiert war und an vielen Stellen dieser aber abgeschürft war, habe ich sie abgeschliffen und neu geölt.

Nun steht die kleine süße Bank bei uns in der Küche und ich sitze darauf, wenn ich Felix beim kochen beobachte (jaja, ich bin halt die beste Hausfrau der Welt ;))

IMG_8029Die kleine Ecke in der Küche gefällt mir richtig gut, die alten Weinkisten, die vorher im Regal standen, was wir als Bänkchen benutzt haben, sind nun das Schuhregal für Johann geworden, denn so komisch es klingt, unsere Küche ist auch unser Flur ;) Das kann man auch hier nachlesen, nur dass unsere Küche nun gaaaaaanz anders aussieht!

IMG_8031Die Lampe, die ich gekauft habe, als ich erfuhr, dass ich mir Johann schwanger bin, steht nun auf der Fensterbank.

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Und meine Lieblingskissen (Anleitung hier, hier, hier und hier) dürfen natürlich auch nicht fehlen!

So, nun muss ich mir schon wieder ein neues Projekt suchen :D

xoxo, Nora.

P.S.: Wenn ich mir so die alten Küchenbilder ansehe, merke ich, dass sich mein Geschmack in dieser Zeit ca. schon 100 mal geändert hat. Mal sehen, wie lange das so stehen bleibt!

 

 

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