Der Urlaub in trockenen Tüchern

Oh mein Gott, ich habe gerade festgestellt, dass ich ewig, ewig, eeeewig nichts mehr geschrieben habe.

Irgendwie habe ich aber auch wirklich das Gefühl, dass ich zur Zeit gar nichts so richtig hinbekommen, ausser mit Johann zu spielen und auf dem Spielplatz oder im Schwimmbad rumzuhängen.

Meine Wohnung verwahrlost langsam, ich muss unbedingt meine Steuererklärung machen, Arzttermin, Dinge für das Weihnachtsgeschäft verbereiten, bloggen…und was tue ich?
Nichts.

Das Leben könnte schlimmer sein.

Gerade hatten wir 3 Wochen Urlaub und haben sie dank wunderschönem Wetter auch total genossen. Weil wir uns ein neues Sofa gekauft haben und nun erstmal komplett pleite sind, viel eine größere Reise ins Wasser und so haben wir 1,5 Wochen bei den Schwiegereltern verbracht und die restliche Zeit haben wir umgeräumt, gestrichen, verkauft, aussortiert, gebohrt und alles wieder etwas schöner gemacht…in unseren Arbeitszimmern.

Hier ein kleiner Einblick in Bildern:

Wir waren im Biosphärenhaus

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Und danach noch auf dem anliegenden Baumwipfelpfad (für mich als Mensch mit Höhenangst besonders spannend!)

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Dann haben wir ein Arbeitszimmer dazu bekommen und das hieß: Ausmisten, umräumen und das größte Chaos, was man sich vorstellen kann.

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Felix fand das alles viel lustiger als ich:

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Mit der restlichen Farbe habe ich noch das Kinderbadezimmer gestrichen hinter dem Waschbecken, da sah es nämlich nicht mehr schön aus.

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Apropos Kinderbadezimmer: kurz vor dem Urlaub ist uns noch etwas schönes passiert! Johann ist plötzlich trocken geworden.
Es war an einem Samstag, wir hatten natürlich keine Windeln mehr und da ich wirklich keine Lust hatte mich ins Auto zu setzen habe ich ihm gesagt: Ich glaube, du bist jetzt trocken.
Johann hat dann wie selbstverständlich geantwortet: “Mama, ich möchte nie wieder eine Pampers anziehen.”
Ich habe das mal so im Raum stehengelassen und mich auf viel Wäsche und viele Diskussionen mental vorbereitet.

Aber manchmal ist das Leben einfach super.

Johann ist auf Toilette gegangen, fand es super, dass alles direkt geklappt hat, ich habe noch einen großen Schwung Unterhosen gekauft.

Irgendwer hat mir mal gesagt, dass man Kinder, die trocken werden, nicht nachts eine Pampers anziehen soll. So habe ich angsterfüllt die erste Nacht abgewartet und siehe da: alles trocken.

Das war vor 4 Wochen und es gab insgesamt 3 Unfälle, 2 davon, weil er abends einfach einschlief und vorher nicht mehr auf Toilette gegangen ist. Kurz nach dem Trockwerden hat mir meine Schwägerin noch einen Matratzenschoner gegeben für Johanns neues Bett. Ich habe dann aber zusätzlich noch einen für unser Bett besorgt (ebenfalls von hier), denn wir haben ein neues Bett und neue Matratzen, das musste einfach sein. Die nächtlichen Besuche sind nämlich immer noch sehr regelmäßig aber – von meiner Seite zumindest – total willkommen.

Ja, das waren so zusammengefasst unseren letzten Wochen.
Heute kann ich nun endlich in mein – nun superaufgeräumtes Arbeitszimmer – und ein paar Aufträge wegarbeiten. Das erste mal seit 3 Wochen übrigens.

xoxo, Nora.

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Neues an der Wolken-Front

Wie ich gestern schon geschrieben habe, saß ich lange lange Zeit in meinem Arbeitszimmer und so nach und nach kommen die Produkte auch in den Shop.

Mein neues Produkt, die Wolken-Schmusetücher zeige ich heute einmal.

Zur Zeit gibt es erst zwei, aber natürlich werden auch hier einige folgen ;)

Das erste ist auch direkt mein Favorit :)

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Die Wolke aus Frottee ist ganz weich. Das Tuch wurde auf der Vorderseite aus Baumwolle, auf der Rückseite aus kuscheligem Nicki gefertigt. Ein kleines Flockwölckchen ist auf der unteren Ecke aufgebügelt.

Bei der zweiten Wolke habe ich mich schwer getan und endlich, ENDLICH mal den schönen Stoff angeschnitten, den ich schon so lange horte.

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Die kleinen Wölkchen gibt es nun hier im Shop, Weiss und Orange.

Des Weiteren ist nun auch ein weißes Wolkenkissen eingezogen, die “kleine Schwester” der grauen Wolke.

xoxo, nora.

 

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Lang, lang ist es her…

…dass ich gebloggt habe.

Das hatte keinen besonderen Grund, sondern eher tausende. Ok ok, das ist vielleicht etwas übertrieben.

Zum einen gab es eine Zeit, in der es mir nicht besonders gut ging, das hat sich aber Gott sei Dank wieder geregelt, zum anderen habe ich einfach viel Stress gehabt und die Zeit, die ich hatte, dann mit Johann oder in meinem Arbeitszimmer verbracht.

Ich habe gut abgeschaltet, mir über viele Dinge Gedanken gemacht und bin zu völlig zufriedenstellenden Lösungen für mich gekommen.

Aber einen Gedankengang mag ich euch nicht vorenthalten:

Ich habe mich, seitdem ich wieder arbeite (und ich liebe meinen Job sehr) immer sehr zerrissen gefühlt. Ich habe Arbeitszeiten herausgehandelt, die mir möglichst viel Spielraum in meinem Privatleben erlauben – allerdings heißt das für mich auch, dass ich 3 Tage die Woche 6 Stunden am Stück ohne Pause (also von 09.00–15.00h) arbeite. Das hört sich jetzt erstmal nicht viel an, ist es aber.

Ich stehe morgens auf, geh duschen, mach Johann fertig, dann bringt Felix ihn nach gegenüber in den Kindergarten und dann geht es los, ab zur Arbeit. Da muss man sich erstmal wieder neu orientieren, denn man war ja nur bis 15.00h da und weiß nun auch nicht, was auf der Agenda steht. Aber wenn ich ehrlich bin weiß ich schon beim Betreten der Agentur, dass ich nicht alles schaffen kann bis 15.00h.

Wenn ich nach Hause komme hole ich Johann direkt ab, ohne vorher was zu essen. Das ist mein großes Problem, ich vergesse zu essen. Ich bin also schlecht gelaunt, weil ich nichts gegessen habe und meine Arbeit meist nicht zu meiner vollen Zufriedenheit erledigen konnte.
Nach der Arbeit ist es oft so, dass wir direkt was unternehmen mit den Müttern aus dem Kindergarten. Unter diesen bin ich die einzige mit nur einem Kind und man könnte erwarten, ich sei tiefenentspannt, weil ich mich nicht um zwei Kinder kümmern muss. Bin ich aber oft nicht. Ich bin oft noch mit Gedanken bei der Arbeit oder schon bei der Arbeit am nächsten Tag und es braucht immer etwas, bis ich mich auf die Situation “Spielplatz” (zum Beispiel) einlassen kann.

Ich bin keine der Mamas die irgendwas zu Essen für Johann dabei habt, meist nur eine Flasche Wasser. So schnorren Johann und ich uns mit Dinkelcracker und Apfelschnitzen durch bis zum Abendessen und auch hier fühle ich mich wieder nur halbwertig. Halbwertig und mit einem schlechten Gewissen.

Ich könnte organisierter sein. Ich könnte Johann morgens schon was für den Spielplatz in die Kita geben – aber wer mich einmal morgens gesehen hat, der weiß, dass das nie klappen wird. Ich bin ein Zombie und meist noch nicht mal so gut gelaunt. Das einzige,was ich morgens mache ist das Bett (das kann ich auf den Tod nicht ausstehen, wenn es unordentlich ist, kleinen Marotte von mir). Ich könnte weniger in meinem Arbeitszimmer sitzen und mehr Zeit für die Famileinplanung aufbringen. Ich könnte auch einfach länger als 21.30h aufbleiben und dann alles regeln.

…und so habe ich mir meine Gedanken gemacht und bin immer weiter runtergerutscht in diese Denkspirale.

Und dann, eines Tages, aus dem Nichts, habe ich gedacht: “Is´egal, Nora.”

Johann wird in der Zeit von 16–18h nicht verhungern, wenn er keinen Apfel isst. Er wird mir noch nicht mal böse sein wenn wir – weil ich mal wieder keine Windel dabei habe – kurz heimgehen müssen um dort die Windel zu wechseln und dann wieder kommen. Oder wenn er eine anziehen wird, die ne Nummer zu klein ist. Oder wenn wir keine Wechselsachen dabei haben und er notfalls ohne Schuhe/ Hose/ Shirt nach Hause gehen muss.

Ich bin keine Supermama. Aber ich glaube, dass das Johann total egal ist.
Ich bin halt die Mama, die nie was zu Essen dabei hat, dessen Kind auch mal vorm TV essen darf, das morgens im Schlafanzug im Sandkasten spielen darf, die immer auf der Suche nach Feuchttüchern ist und bei der generell immer das Sandspielzeug zu Hause im Sandkasten liegt.

IMG_1697Und die Enstcheidung, mir über solche Sachen keine Gedanken mehr zu machen, macht mich auf jeden Fall zu einer entspannteren Mama.

Und wenn ich mir so die Bilder anschaue von Johann, dann frage ich mich, warum ich mich überhaupt stresse. Er ist das entspannteste Kind, was ich kenne.

Xoxo, Nora.

 

 

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