Und ab ans Meer…

…ne, wenn ich ehrlich bin fahren wir nicht ans Meer. Wir machen uns am Wochenende auf ins schöne Elsass, nach Obernai, und werden Johann´s Kita-Ferien ordentlich mit Urlaub nutzen.

Ein bisschen aufgeregt bin ich schon, es wird der erste Urlaub mit Johann und wie ich mich kenne haben wir alle zu wenig zum anziehen (vor allem Johann).

Um dem vorzubeugen verbringe ich grade ein bisschen mehr Zeit im Arbietszimmer um Johann mir ein paar Kleider und Röcke für den Urlaub zu nähen.

Bin ich egoistisch? Wahrscheinlich. Aber auf der anderen Seite kommen wir noch bei Petit Bateau im Outlet vorbei – vielleicht hat Johann da mehr Glück als bei seiner Mutter, die lieber Dinge für sich selber macht.

Irgendwie hat es mir die Farbe Blau zur Zeit sehr angetan. Was total komisch ist – ich mag Blau eigentlich nicht. Ironischerweise hatte ich aber unendlich viel blauen Leinenstoff und dunkelblauen Jersey. Da muss man sich auch nicht weiter wehren. Der maritime Look ist zwar in Frankreich schon wieder out, aber ich bin ja eh nicht so der Mitläufer (Kennt ihr Ed Sheeran? Den habe ich grade für mich entdeckt. Dann habe ich im Radio gehört, dass er seit 5(!) Jahren auf Tour ist. FÜNF JAHRE!) Ja, wo war ich? Der maritime Look. Und eigentlich habe ich darüber schon zu lange geschrieben um die Kleider nun nicht zu zeigen.

Einmal das marinefarbene was hier wirkt wie schwarz

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Und das besagte aus blauem Leinen, kombiniert mit Ringeljersey…

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IMG_7075…und ner Schleife vorne dran.

Tragebilder gibt es nicht. Aus ästhetischen Gründen. (Ich habe da mal wieder so ein kleines Problem im Gesicht).

Zu den total maritimen Kleidern (mit denen ich wirklich sehr glücklich bin) kommt noch ein dunkelblauer Rock mit Unterrock.

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Der Rock ist aus 2 Hemden meines Vaters entstanden und ich mag, dass es beides dunkelblaue Stofe sind, jedoch ganz unterschiedlich. Die Idee für den Rock hatte ich mal wieder von Pinterest. (Mist, den genauen Pin finde ich nicht).

Aber ich kann es mal kurz “anreißen” – also der Rock besteht aus 3 Hemdärmeln, 2 Vorderseiten und einem Rückenstück.
Ich habe sie ungefähr nach dem Schnittmuster zugeschnitten, das ich mir mal selber für einen Tellerrock gemacht habe (Anleitung gibt es z.B. hier) und zusammengenäht. Dann habe ich den Saum umgenäht. Den Gummizug habe ich danach in einen Bund eingenäht und (dummerweise erst dann) den Tüll angenäht. Das nächste mal mache ich das in einem Schritt, der Rock sah allerdings ohne Tüll aus wie ein totgeschlagenes Frettchen.

Hier mal superschicke Tragebilder als Spiegelselfie:

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Und just in diesem Moment merke ich mal wieder, dass ich unbedingt einen Fotograf brauche. Spiegelselfies sind sowas von 2014.

So. Zurück zum Thema: Ich bin nun total gut auf 25-30 Grad eingestellt, habe aber mal wieder nicht daran gedacht, dass es manchmal im Elsass kalt ist. Und regnet. Wahrscheinlich noch genau in meinem Urlaub. Um dem Frieren vorzubeugen (und da ich leichte Strickmode im Sommer grade für abends super finde), habe ich mich ein bisschen im Netz umgeschaut. Was zu Kleidern und Rock passen würde wäre zum Beispiel ein Strickblazer – weiß jemand Schnittmuster für so etwas von euch Näherinnen?

So und damit es auch schön aufgeräumt ist, wenn wir wiederkommen beginne ich nun mit dem großen Aufräumen. Oder ich warte, bis Johann wieder im Kindergarten ist – dann lohnt es sich wenigstens ;)

xoxo, Nora.

4 Kommentare

Lieber Johann,

mein liebes, süßes Kind.
Weißt du eigentlich, wie glücklich du mich machst? Dein lautes Lachen, dein Vor-Freude-Krischen und dein liebes Wesen verzaubern mich jeden Tag aufs Neue.

Ich bin, so wie jede Mama der festen Überzeugung, dass du das liebste Kind bist. Du bist so herzlich, so ehrlich, so witzig und du wirst so geliebt und ich liebe es, wie du genau das genießt und immer einforderst, wenn du es brauchst. Ich liebe die Art, wie du mein Gesicht in deine kleinen Hände nimmst um mir etwas zu erzählen, wie du abends meinen Arm streichelst wenn du einschläfst und wie das letzte abends und das letzte morgens immer nur ein Wort ist: Mama.

Ich hoffe so sehr, dass du immer so leicht leben wirst, so glücklich, dass du dich an deine Kindheit voller Freiheiten und Abendteuer erinnern wirst. An manchen Tagen bin ich so froh, dass wir aufs Land gezogen sind, dass ich es nicht fassen kann. Neulich, als ich dich morgens gesucht habe, saßt du mit deinem Schlafanzug im Sandkasten. Du bist einfach raus und hast gespielt. So etwas wäre in der Innenstadt unmöglich gewesen, dort hättest du noch nicht mal alleine in den Hausflur gehen dürfen.

Du nimmst deine Natur um dich herum so genau wahr, du erklärst mir jetzt schon ganz viel über Blumen und Tiere und dass du Papa ein Stückchen Rinde mitnehmen magst damit er dir ein Bötchen bauen kannst, was du auf dem See schwimmen lassen kannst.

Als ich Mutter geworden bin, hatte ich oft Angst vor dem was da kommt. Ich hatte so viel Angst, dass ich manchmal Angst hatte, dass du Angst bekommst vor dem Leben und vor allem, was passieren wird.

“Angst verändert deinen Körper wie ein ungeschickter Bildhauer einen perfekten Stein. … Nur, dass du von innen behauen wirst und niemand sieht, wie viele Splitter und Schichten dir abgeschlagen werden. Du wirst innerlich immer dünner und instabiler, bis dich sogar das kleinste Gefühl umwirft. Eine Umarmung, und du denkst, du zerbrichst und bist verloren.” (Zitat aus “Das Lavendelzimmer”)

Ich möchte, dass du weisst wer du bist, dass du immer weißt, dass du das besonderste Kind auf dieser Welt bist, dass du mein Sonnenschein, mein Leben und meine ganze Liebe bist. Dass man oft mutig sein muss, aber dass man keine Angst haben muss. Johann, du hast dein ganzes Leben noch vor dir und ich wünsche dir, dass es dir für jede schlechte Stunde ein Leben voller guter Stunden schenkt.
Ich wünsche mir, dass du deine Gabe, die Menschen in deinen Bann zu ziehen, niemals, niemals, niemals verlieren wirst. Dass du es weiterhin schaffst mit der Liebe, die du schenkst, ein Vielfaches der Liebe zurück zu bekommen.

Ich freue mich auf jede Sekunde mit dir.

Du bist das Beste, was mir jemals passiert ist.

Deine Mama.

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Freebook: Die Erdbeertasche

Guten Morgen, liebe Leser.

Und ja, es ist verrückt! Ich lebe noch!

Dadurch, dass ich nun wieder arbeite, verbringe ich meine freie Zeit anders als vor dem Rechner. Ich habe ganz viel genäht, gebastelt und vor mich hin- gewerkelt, hatte jedoch fast keine Zeit, das zu fotografieren. Allerdings habe ich auf dem Buttinette-Blog eine Anleitung von der Erdbeer-Tasche gepostet, die damals bei Instagram (mein Name dort ist übrigens nora_aredapple) ganz gut ankam. Zwar – und hier muss ich mal auf einen Kommentar eingehen, der auf dem Blog gepostet wurde – kann man sie auch für einen Euro beim DM kaufen, aber dann hat man ja die für einen Euro und keine selbstgemachte ;)

Und weil ein Post mit Bildern immer schöner ist als einer ohne, kommt hier auch nochmal die Anleitung.

Da das Thema „Plastiktüten vermeiden“ zur Zeit in aller Munde ist, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, um auch meinen Beitrag dazu zu leisten. Ein Beutel, der schön ist und leicht verstaubar und am besten immer in der Handtasche dabei ist – der sollte es sein. Die Erdbeertasche ist es geworden (und hier habe ich das Rad nicht neu erfunden, ich gebe euch nur die Anleitung, wie man es macht ;))

Verwendet habe ich folgendes:

70 cm Hauptstoff, 25 cm grün gepunkteten Stoff, 25 cm rot gepunkteten Stoff, Schrägband, Gummiband, Kordelstopper

Zuerst druckt ihr schnittmuster (auf A4) aus und schneidet es im Stoffbruch zu.
Ich biete hier das Schnittmuster mit einem Henkel an, natürlich kann man dieses abwandeln, an der Herangehendweise ändert sich nichts.

Danach schneidet ihr aus dem roten und dem grünen Stoff jeweils ein Quadrat in der Größe 22 x 22 cm zu.