Postkarten: Ein DIY

So lange gab es hier kein DIY mehr, dass ich schon fast ein schlechtes Gewissen haben muss.

Die wöchentlichen Kinderkurse würden Material genug bieten, allerdings geht es immer heiß her und viel Zeit für Fotos bleibt da leider nicht.

Dieses mal geht es auch um etwas, was wir im Kinderkurs machen werden, allerdings habe ich vorab mal getestet, ob es schon was für die Kleinen ist, da es die Arbeit mit einer Nähmaschine beinhaltet (die ich dann einfach übernehmen werde).

Das Projekt an sich ist relativ simpel, aber erzielt einen großen Effekt.

Angefangen hat es damit, dass ich überlegt habe, was ich mit all den Kinderbildern in meinem Studio machen soll, ich kann sie nicht wegwerfen, ich kann aber auch nicht alle behalten. Also habe ich mir überlegt, wie man sie aufwerten und vielleicht für weitere Aktionen benutzen könnte und so kam eins zum anderen und ich habe das mit den Postkarten mal ausprobiert.

Weil nun auf Instagram (falls ihr mir folgen möchtet: nora_aredapple) nachgefragt wurde, wie ich das gemacht habe, mit den Karten nun eine kleine Anleitung.

Vorsicht an alle Fancy-Blogger: Diese Bilder sind nicht bearbeitet. In meinem Studio ist es nicht Hochglanz-weiß, hier wird gearbeitet und das darf man auch ruhig erkennen ;)

Was braucht man:

  1. Festes Papier
  2. transparente Folie
  3. Klebstoff, ich habe einen Klebestift benutzt
  4. Klammern
  5. Glitzer
  6. Pailetten, Sterne, Konfetti noch mehr Glitzer
  7. Schere, Lineal, Cutter
  8. Nähmaschine und Nähgarn
  9. und alles, was euch im Kopf rumschwirrt: Aufkleber, alte Bücherseiten, Wasserfarbe usw.

Ich habe nun aus Mangel an weiteren Kinderbildern mir eine Zeitschrift geschnappt und zu meiner großen Freude ein schönes Bild der wunderschönen Romy Schneider gefunden (großes Fangirl hier).

Nun geht´s zur Vorbereitung: Das feste Papier (190gr) und die Folie zuschneiden in irgendein Postkartenformat, was man haben will, ich habe mich für 10,5 x 14,8 cm entschieden.

Romy habe ich dann auf das feste Papier geklebt und ausgeschnitten.
Nun kommt es zum schönen Teil: Wir glitzern los.

Alles, was in die Postkarte soll, einfach in die Mitte legen (ausser Papier-Konfetti, das wird statisch von der Folie angezogen und bewegt sich später NICHT), Folie darauflegen und mit Klammern an den Seiten fixieren, dass Papier und Folie nicht verrutschen auf dem Weg zur Nähmaschine.

Nun ist schon ganz schön viel erledigt, es fehlt nur noch der letzte Schritt: Das Nähen!

Wir nähen mit einem schicken Nähgarn (ich habe mir ein Neon-farbenes ausgesucht, da ich den Kontrast Schwarz/Weiss und Neon total liebe.

Einmal wird mit einem Geradestich um die Postkarte drumherumgenäht und: FERTIG!

Ich finde den Effekt super und man kann natürlcih super individuelle Postkarten gestalten.

Hier ein paar Bildern von denen, die ich in den letzten 2 Stunden im Arbeitszimmer gemacht habe ;)

Zeitaufwand pro Karte schätze ich auf ca. 15 min.

Und damit werde ich mich nun auch weiter beschäftigen, also…

XOXO, Nora.

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Die Grundschule – 1. Klasse. Ein sehr vorläufiges resümee

Johann ist nun ca. einen Monat in der Schule und wider meiner Erwartungen läuft alles einigermaßen smooth.

Wir beginnen mit dem Tag der Einschulung, die hochemotional und wirklich sehr schön war.

Wir waren in der Kirche, danach in die Schule und Johann wurde von seinem wahnsinnig netten Johann mit seinen Mitschülern in der Turnhalle abgeholt. Da flossen die Tränen, aber Hallo!
Mein kleines Mäuschen, zwischen so vielen Kindern und der Ernst des Lebens beginnt genau: JETZT!

Eine Schulstunde haben sie gemacht, danach war für diesen Tag Schluss. Mit Verwandten haben wir eine nette kleine Einschulungsveranstaltung mit schönstem Wetter gefeiert.

Am nächsten Tag war dann schon ein richtig langer Schultag mit OGS, denn dort muss Johann leider von Montag–Donnerstag sein.

Total begeistert kam er zurück und hat mir freitags schon erzählt, er freue sich auf Montag, denn es würde ihm sehr viel Spaß machen.

Mir sind ganze Gebirge vom Herzen gefallen – habe ich doch das Schlimmste vermutet. Johann lernt gerne, er macht seine Hausaufgaben sorgfältig und mehr kann man eigentlich nicht sagen. Er scheint gut angekommen zu sein.

Was sich für uns so ändert: Etwas irritierend ist das frühe Aufstehen. Ich bin sowieso Frühaufsteherin, meist zwischen 06.00Uhr und 06.30h, weil ich vor der Arbeit mit dem Hund ausgegangen bin.

Nun sind um diese unchristliche Uhrzeit ALLE wach. Mann, Kind, Katze und Hund. Und ich.

Die Aufgabenverteilung sieht so aus, dass Felix morgens Brote schmiert, während ich nachmittags die Hausaufgaben kontrolliere. Guter Deal, denn ich bin keine Brote-Macherin.

Dann laufen wir zum Bus, der ca. 1 min Geh-Minute vom Haus entfernt ist. Johann springt lachend in den Bus, danach ist Stille. Die Tage der Erwachsenen laufen normal weiter, bis es dann Nachmittag wird. Hausaufgaben machen, spielen, spielen, spielen.

Während wir früher immer sehr spät ins Bett gegangen sind, ist das für uns die größte Umstellung: Um 18.30h wird gegessen, um 19.00h gehts ins Bett.

Es gibt keine Freitage mehr, an denen Johann und ich morgens im Bett liegen und sagen: Heute machen wir mal nichts und verbringen den Tag zusammen. Das hat mich in den ersten 2 Wochen so traurig gemacht, dass ich ihn von der OGS für freitags abgemeldet habe, damit wir ein wenig Zeit haben, die absolut nur für uns zur Verfügung steht.

Vier Wochen habe ich nun ein Schulkind zu Hause und entgegen aller Erwartungen hat sich ausser dem Tagesablauf an Johann selber nicht viel verändert. Er ist immer noch gut gelaunt, fröhlich, optimistisch und spielt gerne.

Zwei Whatsapp-Gruppen mehr, ein wenig mehr Gesprächsstoff und für mich die Erkenntnis, dass nicht alles Neue immer nur schlecht ist.

xoxo, nora.

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Tschüss Kindergarten, Hallo Schule!

In ein paar Wochen ist es soweit und mein kleiner Junge geht in die Schule. Ich kann und will es überhaupt noch gar nicht fassen.

Und wenn ich mir das Bild so anschaue, ist er gar nicht mehr so “klein”. Ich wünsche ihm so sehr, dass er seine liebe Art nicht verliert und sich trotzdem durchsetzen kann in der Schule, das ist etwas, worin wir beide nicht so gut sind – also gehe ich der Annahme, dass er das von mir hat.

Wenn ich auf seine Kindergartenzeit zurückschaue, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir das Beste daraus gemacht haben. Wir hatten den tollsten Kindergarten mit nur neun Kindern und zwei super Erziehern, die nie etwas gesagt haben, wenn ich Johann wochenlang nicht in den Kindergarten geschickt habe, ihn Donnerstag um 12 abgeholt habe und wir dann ins Wochenende gestartet sind.

Ich war nie eine Mama, die froh war, ihr Kind “los”zu sein, vielmehr haben wir uns immer eine schöne Zeit gemacht – und wenn es mal einen ganzen Freitag nur “Super-Mario”-spielen war. Wir haben das gemacht, was wir wollten und im Endeffekt war das das Beste. Für uns.

Und dieses Jahr hat Johann (von sich aus) angefangen, alleine in “Urlaub” zu Oma und Opa zu fahren. Das ist etwas, was mich am Anfang etwas aus der Bahn geworfen hat. Nächste Woche wird er auch nicht da sein, damit wären wir dann schon bei drei oder vier Wochen, die er einfach von sich aus woanders verbringt.
DAS hat er definitiv nicht von mir. Ich habe das erste mal mit 16 Jahren wo anders geschlafen und alleine bei Oma und Opa für so lange Zeit wäre für mich total undenkbar gewesen.
Ich war immer schon gerne zu Hause.

Für ihn stehen nun noch 3 Wochen an vor der Schule und ich für mich habe entschlossen, dass wir nun 3 “Alles-ist-möglich”-Wochen daraus machen, denn Johann wird bald den Ernst des Lebens zu spüren bekommen. Im Gegensatz zu den Ladies in unserem Haushalt (und damit meine ich mich und Wilma) steht die männliche Fraktion eher spät auf, das wird definitiv ein großer Einschnitt in unseren Alltag, wie wir ihn kennen.

Wenn ich mir die letzten sechs Jahre anschaue, frage ich mich immer, warum ich dachte, dass Erziehung ein Hexenwerk wäre. Ich hab in jeder Entscheidung, die Johann betrifft immer nur auf mein Herz gehört und bin jeden Tag aufs Neue erstaunt, was für ein supertoller, emphatischer, witziger Junge er geworden ist. Johann erkennt ganz klar Unrecht und Recht, er schafft es, sich in Situationen zurückzunehmen und ist ein sehr verständnisvolles Kind.

Leider weiß ich, dass diese Eigenschaften toll sind, jedoch in der Schule ein großes Hindernis werden können. Meine eigene Vergangenheit ausblenden, das schaffe ich leider nicht – aber ich kann optimistisch hoffen, dass mein Kind nicht die gleichen Erfahrungen machen wird.

Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen meinen Sohn erzogen – und ihm ans Herz gelegt, dass er immer mit mir sprechen kann – und jetzt warte ich gespannt auf den ersten Schultag und freue mich auf Johanns Augen, wenn die Schultüte sieht (dazu folgt die Tage noch ein eigener Eintrag).

Und eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass wir auch in der Schulzeit unsere Zeit “für uns” einbauen können. Vielleicht ist ja alles halb so wild (hier muss aber auch ganz klar gesagt werden, dass ICH die einzige bin, die unter dem Schuleintritt leidet ;)).

xoxo, nora

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