Hygiene-Tasche

Oh weia. So lange war ich wieder schreibfaul, dabei hätte ich so viel so zeigen. In erster Linie ging das sehr lange nicht, da meine Kamera einen kleinen Hauweg” hat und ich so die Lust am fotografieren wirklich verloren habe.

Neulich hat es mich dann gepackt und ich bin losgefahren und habe mir eine neue Kamera gegönnt. Fast so wie die alte, kann nur viel mehr. Inklusive Datenübertragung aufs Handy, was ich super für Instagram und Facebook finde. Wahrscheinlich denken sich jetzt alle “Ah, die ist auch mal im Zeitalter der kabellosen Übertragung angekommen” und genau so ist es! Ich bin schier ausgeflippt vor Freude!

Lange Rede, kurzer Sinn: es gibt wieder Fotos von mir. Also nicht von mir selber, aber von den Dingen, die ich so mache.

Diesen Stoff liebe ich sehr und habe meiner Nichte eine “Hygiene-Tasche” genäht.

Platz für alles mögliche, was Frau an den unausprechlichen Tagen braucht, inklusive Platz für Globulis und – wenn gar nichts mehr geht – die Wunder-Chemiekeule.

“Geschmückt” ist die Tasche mit mehreren Gummibändern und einem Häkel-Mandala.

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Ich selber habe mir auch einmal (ein sehr viel einfacheres) Exemplar genäht, was aber Gold wert ist, denn nun hat alles sein Plätzchen und nichts kullert mehr aus der Tasche, wenn man es grade gaaaaar nicht braucht ;)

Xoxo, Nora.

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Familienportrait mal anders

Neulich habe ich einen Sack alte Holz-Wäscheklammern erstanden, mit dem ich eigentlich ein anderes Projekt vorhatte, aber als ich nachts mal wieder nicht schlafen kann (ich habe seit Johann auf der Welt ist wahnsinnige Schlafstörungen, im Gegensatz zu ihm), kam mir die Idee von den Holzpüppchen.

Meine ersten Werke waren diese hier, eigentlich als Deko für unsern superbunten Weihnachtsbaum.

Dieses Projekt eignet sich natürlich super für die Verwendung von klitzekleinen Stoffresten des Lieblingsstoffes.

Als mich dann das Fieber gepackt hat, habe ich kurzerhand angefangen, unsere Familie abzubilden. Damit das glaubhaft erscheint, musste ich die Wäscheklammern zusägen – eine große für Felix, eine etwas kleinere für mich und eine Mini-Größe für den Mini.

Die Haare sind aus unterschiedlichen Dingen hergestellt – Stickgarn, Garn und Wolle.
Zur Aufhängung wurde noch eine Öse durch den Kopf gebohrt – nachdem die Haarpracht modeliert wurde.

Danach habe ich den Püppchen das angezogen, was wir so tragen – Felix liebt Shirts und Jeans, Johann besitzt ausschließlich Jeans und bunte Shirts (eine Latzhose wäre auch süß gewesen, wirkt aber komisch ohne Arme) und ich trage wie immer Schwarz.

Jetzt suchen wir noch ein kleines Plätzchen in der Wohnung für uns drei, vielleicht sogar an der Eingangstüre.

Dieses Projekt hat auf jeden Fall total Spaß gemacht und die ein oder andere Figur wird definitiv noch folgen, eine prima Gelegenheit, auch mit den kleinsten Resten der Lieblingsstoffe nochmal arbeiten zu können.

xoxo, Nora.

 

 

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Wenn der Sommer vorüber geht…

Der Sommer neigt sich dem Ende, die Tage werden kürzer, die Nächte hören erst auf wenn ich aufstehe und meine Winterdepression hat mich schon vor Januar (oder bevor der Winter überhaupt beginnt) voll im Griff.

In den letzten Wochen habe ich wirklich viel Zeit mit mir alleine oder Johann alleine verbracht und dieses Gefühl, dass es nun damit reicht, ist noch nicht eingetreten.

Wir versuchen uns, die Zeit wirklich schön zu machen, ich habe scheinbar meine Liebe zu Gesellschaftsspielen entdeckt und Johann seine für Tee. Ich habe neue Sachen in meinem Arbeitszimmer ausprobiert, habe ich schon eine Liste an Dingen, die noch ausprobiert werden müssen, habe seit längerer Zeit abends mal wieder fern gesehen und gelesen und die sozialen Netzwerke größtenteils ausgeblendet.

Zu merken, dass man alles hat, was einen glücklich macht, macht man sich scheinbar zu selten bewusst. Jeden Tag nach der Arbeit freue ich mich wie verrückt auf zu Hause, das konnte ich früher oft nicht, weil ich mich total gestresst gefühlt habe. Früher war ich froh, wenn der Tag rum war, Felix nach Hause kam und mir irgendwelche Arbeit, die ich als Arbeit empfand, abnahm. Jetzt schaue ich oft auf die Uhr und denke “Mensch schon 17.30h, mist, gleich ist der Tag rum.”

Ob das nun die “Entschleunigung” im Leben ist, die jetzt überall im Netz thematisiert wird, weiß ich nicht – für mich war es aber ein wichtiger Schritt, meine Kopf frei zu bekommen und glücklicher zu sein und vor allem meinem Kind eine besser Mama zu sein. Ich will nicht gestresst sein, ich will nicht immer “nein” sagen, im Gegenteil, eigentlich möchte ich immer “ja” sagen. Eine Zeit ging das nicht, ich war immer gereizt, müde von der Arbeit oder in Vorbereitung für etwas anderes.

Und dabei weiß ich doch selber, wie schön es ist, wenn man einen Vorschlag macht, der dann auch in die Tat umgesetzt wird. Johann möchte auch keine unmöglichen Dinge, sondern Sachen, die wirklich einfach zu erfüllen sind. Es ist die Tatsache, dass ich Johanns Wünsche zur Kenntnis nehme, die Johann zufriedener macht – Mal ein Gesellschaftsspiel, mal Hilfe beim Aufbauen von etwas, meist jedoch an meinem Leben teilhaben; beim Kochen helfen, die Waschmaschine anstellen, beim Fenster putzen auch mal was machen. Ich weiß, ich muss es danach noch mal machen – aber bringen mich die 5 Minuten, die ich dafür verwende wirklich weiter? Manchmal brauchen solche Erkenntnisse länger als sie brauchen sollten und ich weiß, ich war auch schon an diesem Punkt – ich habe diese Angewohnheit nur schleifen lassen.

Jetzt müssen Felix und ich nur aufpassen, dass Johann nicht auch so ein Einsiedlerkrebs wie ich werde, egal wie sehr ich das manchmal genieße – aber sonst wird uns vor Frühling niemand mehr zu Gesicht bekommen.

Aber Hand aufs Herz: Auch wenn mich die beginnende dunkle Jahreszeit jetzt schon frustriert, weiß ich, dass sie etwas Gutes bewirken kann. Und wenn ich sie nur positiv genug sehe, werde ich vielleicht auch dem Herbst etwas Schönes abgewinnen können.

 

xoxo, nora.

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