Personalisierte Notizbücher

Seit Ewigkeiten – und damit meine ich wirklich Ewigkeiten – gab es hier nichts mehr zu lesen, was auch nur ansatzweise in die Richtung DIY gegangen ist.

Mein letztes Jahr war nicht das Beste (und darauf werde ich sicherlich noch einmal genauer eingehen) und ich hatte überhaupt keine Lust mehr kreativ zu sein. Mein neuer Arbeitsbereich ist im Wohnzimmer und immer noch sehr unorganisiert und immer, wenn ich auf etwas Lust hatte, habe ich nichts von dem gefunden, was ich suchte.

Heute Nacht, als ich mal wieder nicht schlafen konnte, habe ich stattdessen mal über Dinge nachgedacht, die ich mal wieder in Angriff nehmen könnte. Vorletztes Jahr im Dezember habe ich ja ganz viele Schüttelpostkarten gemacht und da mir das so viel Freude bereitet hat, wusste ich, es sollte auf jeden Fall in diese Richtung gehen. Das Ding mit den Postkarten war: Sie haben so viel Spaß gemacht, man konnte damit aber nicht wirklich etwas anfangen, ausser sie zu verschicken oder zu sammeln.

Als ich heute morgen noch zwei Blanko-Notizbücher gefunden habe, kam mir die Idee, diese mit einer netten Front zu verschönern.
Ich habe also in meinen alten Zeitschriften gestöbert, habe Dinge ausgeschnitten, gesammelt, geklebt, und raus kamen 2 Notizbücher – und natürlich haben diese nicht gereicht und ich habe weiter gesucht und noch ein altes, leeres Album gefunden, was direkt mit dran glauben musste.

Ich mag es ja eh gerne, verschiedene Materialien miteinander zu kombinieren und das hat mir echt Spaß gemacht – und darum sollte es ja am Ende des Tages gehen.

Als Unterlage habe ich immer ein normales Blatt Papier genommen, habe darauf meine Collage gestaltet und danach über die Collage eine transparente Folie genäht. Vor dem letzten Nähschritt habe ich dann Glitzer, Konfetti und Sterne eingefüllt und die Naht geschlossen. Danach wird die “Karte” einfach auf das Buch geklebt und die Ecken nocheinmal nachgearbeitet, fertig.

Ein kleines Notizbuch habe ich schon verschenkt, das kam auf jeden Fall schon mal gut an.

Auf jeden Fall hat es nach so langer Zeit mal wieder richtig Spaß gemacht, so etwas zu machen und das werden definitiv nicht die Letzte gewesen sein!

Und bis dahin sortiere ich hier mal weiter, mal sehen, was ich sonst noch so machen kann <3

Xoxo, Nora.

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Lieber Johann!

Herzlichen Glückwunsch zu Deinem 8. Geburtstag!

Du hast dich so sehr auf diesen Tag gefreut und ich hoffe, dass er genau so wird, wie du ihn Dir vorgestellt hast. Ich weiß, dieses Jahr ist alles ein wenig anders, alles ein wenig schwerer und ich bin jeden Tag darüber erstaunt, wie toll Du diese Ausnahmesituation meisterst.

Du warst immer schon so selbstständig, nun bist Du es noch mehr. Du hast deine Freunde im Dorf, bist so viel draussen, du kannst schon so vieles selber erledigen und deine Mama könnte nicht stolzer auf Dich sein!

Wirklich, mein Maulwürfchen, du bist so ein toller Junge! Ich liebe dich von ganzem Herzen und ich weiß, Du tust das auch. Du bist ehrlich, optimistisch, witzig und schlagfertig. Auch, wenn wir nicht mehr das “normale” Familienmodell haben, hast Du dich so toll an diese Situation gewöhnt und sagst mir sehr oft, wie glücklich bist. Du störst mich nie, nie, nie und am liebsten habe ich dich natürlich bei mir.

Ich werde dir nicht so viel schreiben, denn ich kann nur eins sagen:
Du bist perfekt, genau so, wie du bist.

Lass dir von niemandem etwas anderes einreden, lass dich von niemandem verunsichern, lass dich von niemandem ärgern. Genau das wünsche ich dir für deine Zukunft: Dass du immer der tolle Junge bleibst, der du bist. Mit guter Laune, aufgeschlagen Knien und einem Lächeln auf deinen Lippen.

Ich liebe dich mehr (und das meine ich bitterernst) als alles, alles, alles andere auf der Welt und ich verspreche dir: Das wird für immer so sein.

Du bist und bleibst der Junge, der mich zu Mama gemacht hast und mir damit gezeigt hat, was wahre Liebe bedeutet.

Happy, happy birthday, Johann!

100000 Küsschen, deine Mama

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Alle verrückt hier.

An den meisten Abenden, wenn ich mich in Bett lege, muss ich wirklich lachen, wie mein Tag so abgelaufen ist. Dabei bin ich immer wieder erstaunt, dass keiner wie der andere war und das liegt zum größten Teil an meinen superverrückten Mitbewohnern. Dass Johann und ich auch nicht so richtig organisiert sind, das wissen die meisten.

Aber heute geht es mal nicht um uns, sondern meine Freunde mit Fell, meine haarigen Mitbewohner.

Wer sich auch immer 3 Haustiere zulegen möchte, bitte diesen Artikel zu Ende lesen.

Und ich muss diese Geschichte von hinten, quasi abends aufrollen, nur dann kann man mein ganzes Ausmaß an absoluter Verzückung (nicht) verstehen.

Johann und ich gehen meist gegen 19.30h (ja, so ist das als Alleinerziehende, ich hasse es nicht nur alleine zu Essen, noch mehr hasse ich es, alleine TV zu schauen) ins Bett. Vorher war ich dann die letzte Rund mit Wilma und die hat es oft schon in sich. An “einsamen” Tagen gehe ich alleine mit Wilma, an besonders geselligen Tagen mit Wilma, Johann, Katze 1 (Rosie) und Katze 2 (Leia).

Das ist im wahrsten Sinne “the worst case”. Wilma rastet vor Freude voll aus, Katze 1 trödelt wie noch was und Katze 2 spurtet ständig von einem Auto zum anderen, um sich zu verstecken, was Wilma völlig verunsichert und dann muss sie natürlich “aufpassen”. Diese Strecke, die wir eigentlich in 4 Minuten schaffen, zieht sich gerne mal 15 Minuten – warum auch nicht, wir haben ja Zeit. Nach ca. 30 Metern fängt Katze 2 (fast ein Jahr) an ganz laut zu weinen, weil es ihr zu weit weg von zu Hause ist, sie sich aber nicht traut alleine heim zu laufen. Klar, der Weg ist auch völlig unbekannt. Also wie gesagt: Es wird sich unter das Auto gelegt und geweint.

Wir müssen aber natürlich die Runde weitergehen, Pipi muss sein. Also hören wir das immer leiser werdende Schreien, Johann läuft mit knirschenden Zähnen neben mir, es ist seine Katze und er hasst es, wenn sie weint, weiß aber, er darf nicht heim, ein Australian Sheperd findet es nämlich ziemlich doof, wenn “die Herde” sich trennt. Also die Runde durchziehen, kleine Katze wieder einsammeln und ab nach Hause.

Natürlich will jetzt keine Katze mehr das Haus betreten, was soll´s, dann bleiben sie draußen (bevor die Tierschützer schreien: Es gibt eine Katzenklappe) und wir legen uns ins Bett.

Und ich, die immer gesagt hat “kein Tier im Schlafzimmer” würde nun die Türe schließen, sich selig ins Bett legen und 10 Stunden am Stück schlafen.

Dann gibt es natürlich aber die Dinge, die man aus der Vergangenheit gelernt hat wie zum Beispiel, dass der Hund nochmal rausmuss und sich nicht melden kann, die Katzen 4 (!) Mäuse mitbringen (durch die Katzenklappe natürlich) und sowohl die Mäuse, die Katzen und der Hund völlig durchdrehen im Wohnzimmer (davon aber nur 3 vor Freude).

Viele dieser tollen Ereignisse habe ich verpasst und weil meine Schlafzimmertür so unfassbar schalldicht ist, lasse ich sie nun auf und eingreifen zu können, denn wer will morgens schon in ein bisschen Hundekotze treten (und ja, einmal hätte es eine halbverdaute Maus sein können)?

So geht es also um halb 8 weiter: Leia schläft neben Johann auf dem Kopfkissen und schnurrt so laut, dass ich nicht schlafen kann und den Pumuckl-Podcast, der nun statt TV auf dem Programm steht nicht hören kann, Wilma und Rosie grunzen auf der Decke vor dem Bett. Und ich arrangiere mich mit der Situation und schlafe endlich ein.

Zwischenfall 1, ca. 21.04h: Leia springt auf ihren Platz auf der Fensterbank, ist aber leider so ungeschickt wie es nur geht und knallt gegen die Fensterscheibe.

Zwischenfall 2, ca. 23.15h: Leia will doch wieder kuscheln und schnurrend auf dem Kopfkissen schlafen.

Zwischenfall 3, ca. 02.45h: Wilma springt ins Bett, weil auch sie mit Johann kuscheln will. Gott sei dank reicht ein einfaches “nein” mitlerweile aus und sie lässt sich wieder auf die Decke fallen.

Zwischenfall 4, ca. 02.58h: Rosie steht auf meiner Brust und mauzt mir ins Gesicht, keine Ahnung was sie will, ich streichle sie und sie geht weg.

Letzter Zwischenfall, IMMER so um 5 Uhr rum: Leia möchte nun ausgiebig geschmust werden und leckt jede erreichbare Stelle an (I HATE IT).

Um 6.30h klingelt der Wecker und die erste Runde mit Wilma steht an, Johann und die Katzen sind natürlich zu müde, um mitzukommen. Warum bloß?

Wenn ich wiederkomme, sind sie aber wach und ab da werde ich ungelogen von jedem Tier den ganzen Tag verfolgt und mit einer Erwartungshaltung angeschaut, die unbegreiflich ist. Auch der Radius von 1,5m um mich herum darf nur selten verlassen werden. Fressen tun die Katzen immerhin 4 mal am Tag. Wilma frisst einmal und bekommt geeignete Reste, also falls nun die Tierschützer unter euch sich fragen, ob die vielleicht Hunger haben.

Nein, sie haben kein Hunger.

Sie sind verrückt.

Liebevoll verrückt und ich liebe sie alle wirklich, sonst würde ich diese Belagerung sicher nicht mitmachen.

Und jetzt kommt das beste Announcement: Eine Lady bekommt Nachwuchs, das heißt, ruhiger wird es hier nicht ;)

Und so freue ich mich, welche lustige Tiergeschichte mich heute Abend zum schmunzeln bringt und ich hoffe, es ist nicht eine Geburt heute nacht.

xoxo, nora.

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