Und? Schläft sie schon durch?

Diese Frage stellt man jeder Mutter mindestens eimal. Der Nachwuchs ist nachts aktiv, die Eltern leiden, alle sind immer müde.

Aber wer nun denkt, es geht um den Nachwuchs, der liegt falsch. Es geht ja auch nicht immer nur um den Nachwuchs. Und auch wer es vermutet, in diesem Artikel geht es auch nicht (hauptsächlich) um die Katze.

Sondern einfach mal um… TROMMELWIRBEL… Mich!

Ich hatte nie einen sonderlich tiefen Schlaf aber in der Schwangerschaft fing es an, anstrengend zu werden. Da konnte ich nicht schlafen weil ich ständig auf Toilette musste, dann hatte ich Durst, dann musst ich auf Toilette und ehe ich mich umgesehen habe, lag neben mir ein süßes kleines Menschlein und an Schlaf war gar nicht mehr zu denken.

Während ander Mütter schimpfen, dass sie nicht durchschlafen können, weil ihr Kind zwei mal die Nacht wach wird, stehe ich daneben und verstehe die Frage nicht.

Ich habe seit nun mehr fast sechs Jahren nicht mehr durchgeschlafen und werde von JEDEM. GERÄUSCH. WACH..

Und mit nicht mehr durchschlafen ist nicht gemeint, dass man nachts dem Kind die Flasche/ Brust/ Schnulli gibt – sondern das heisst 2–3 Stunden schlafen, 1 Stunde wach sein und das ganze wieder von vorne.

Hätte ich die ganze Zeit, die ich nachts wach liege in Arbeit gesteckt, wäre ich sicherlich erfolgreicher (oder überhaupt erfolgreich) als jetzt.

Das einzige, was ich tun kann um einigermaßen fit zu sein, ist früh schlafen zu gehen. Meistens gehe ich ins Bett, wenn Johann ins Bett geht (oder früher), das ist zwischen 20.00h und 21.00h. Wenn ich am nächsten Tag frei habe, geh ich oft später ins Bett und frage mich, wie bescheuert man sein kann. Nur weil ich nicht arbeite, gibt es immer noch ein Kind, das in den Kindergarten muss oder Frühstück haben will und wenn es einmal hell ist und ich aufgestanden, ist es vorbei. Einen Mittagsschlaf mache ich nur, wenn ich vor Müdigkeit nicht mehr gradeaus schauen kann, aber auch dann bevorzuge ich es doch eher zu jammern, dass ich müde bin. Denn nach einem Mittagsschlaf ist an Schlaf nachts gar nicht mehr zu denken.

Als wir aufs Land gezogen sind, wurde es kurzzeitig besser. Bei uns ist es nachts dunkel und ruhig. Die Luftverschmutzung der Stadt und die fehlenden Rollos haben mich immer noch etwas länger wachgehalten. Johann war noch klein und er hat eigentlich (bis auf ein paar Nächte, an die ich mit Schrecken zurückdenke) immer ganz “okay” geschlafen.

Ich habe mich also entspannt zurückgelehnt…und geschlafen.

Und dann, nach einem Jahr sind unsere Nachbarn über uns eingezogen. Mutter mit zwei erwachsenen Kindern. Sie waren anfänglich zu dritt, nun sind sie zu zweit. Könnte gut laufen, wenn sie ein “normales” Leben führen würden. Damit meine ich noch nicht mal ihr Desinteresse eines eignes verdientem Gehaltes sondern der Tatsache, dass sie scheinbar keine Menschen sondern Eulen sind. Eulen, die nicht fliegen, sondern trampeln. Wie Dinosaurier. Nur nachtaktiv.

Weil sie ja nun so viel Zeit haben, verbringen sie sehr viel Zeit miteinander und streiten sich. Da beschimpft einer den anderen und dann geht die Dinosaurier-Wanderung wieder in den anderen Teil der Wohnung, wo wütend die Tür geknallt wird. Wahrscheinlich mit dem Fuß, weil Dinosaurier bekanntlich sehr kurze Arme haben.

Weil ich nicht ganz weltfremd bin, schiebe natürlich einen großen Teil darauf, dass wir in einem alten Haus leben, das Holzdecken hat, jedoch gibt es das weitere Problem. Direkt vor unserem Schlafzimmerfenster befindet sich der Aufgang für ihre Wohnung. Eine wunderschöne, alte Holztreppe.

Und so wie jeder Mensch bei uns auf dem Dorf (ausgenommen wir) haben sie einen Hund.

Ich glaube nicht, dass der Hund nachts wach sein möchte. Oder so dick sein möchte. Ich gebe dem Hund keine Schuld an der Situation.

Wenn alle die ganze Nacht wach sind, findet das arme Tier ja auch keine Ruhe.

Auf jeden Fall ist es in der Vergangenheit oft vorgekommen, dass dieser (schwergewichtige) Hund die Treppe so laut runterfällt runtergeht, dass ich vor Schreck aus dem Bett falle, nur um zwei Minuten später wieder hochzukraxeln (denn was ein dicker Hund ist, soll ein dicker Hund bleiben und Auslauf wird überwertet).

Dann gibt es noch diese verrückte Katze. Nein zwei. Eine davon ist meine, dazu später mehr.

Ein Kater lungert immer bei uns rum, wenn eine Katze meiner Tante rollig ist und dann gehts los. Der Kater (draußen) schreit, der Kater nebenan antwortet und die Hunde fangen alle an zu bellen. Es wäre ja wirklich witzig, wenn ich nicht immer so müde wäre – und wenn ich selber keine Katze hätte, die dann, im Anmarsch ihrer ersten Rolligkeit total ausflippt und noch verrückter ist, als eh schon. Dann werden wütend an Kabeln gezupft, vom Bett raus, ins Bett rein, ins Katzenklo, auf die Fensterbank, in die Waschmaschine gesprungen. Ganz normal eben.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich lachen kann über meine Nächte. Wenn ich das alles so aufschreibe, dann weiß ich, dass es viel Schlimmeres gibt und dass das hier eigentlich sehr unterhaltsam ist (wenn man nicht müde wäre).

Mit meiner neu gewonnen positiven Einstellung für 2019 weiß ich, dass nichts für immer bleibt, so auch nicht meine Schlaflosigkeit.

Oder die Nachbarn.

Schwarze Katze sitzt auf Bett, weiße Bettwäsche mit schwarzen Punkten.

Bis dahin ist das Motto: Alle schlafen (bis auf meine Nachbarn) – einer wacht (okay, das Kätzchen nicht vergessen) – was passiert wohl heute Nacht?

Wie sehen eure Nächste aus? Passieren bei euch so verrückte Dinge?

xoxo, nora.

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Das erste mal zu Fünft.

Am Anfang hatte ich ein wenig Respekt vor den Kinderkursen, mittlerweile freue ich mich immer schon sehr auf Montag. Kein Kurs ist wie der andere, alles steht und fällt mit der Laune der Kinder und was sie gerne machen und was nicht.

Wir haben heute noch zwei neue Kinder dazu bekommen und was soll ich sagen…der Gruppe hat es definitiv was gebracht. Auch wenn ich nun aufpassen muss wie ein Lux, dass die Kinder keinen Unsinn machen, so ist die Laune an sich total gut.

Als Einstieg für die “Neuen” haben wir wieder mit einem zweiteiligen Kurs angefangen und wieder sind es die “ACEO-Cards”, unser Thema vom allerersten mal. Die Kinder haben immer wieder gefragt, ob wir das noch einmal machen und in dem Zuge hat ein Projekt, was ich schon länger vorhatte, heute Platz gefunden; Stempel selber machen.

Gestern hatte ich schon alles vorbereitet.

Diese Holzklötze habe ich bereit gestellt und passend dazu einen Haufen Moosgummi ausgeschnitten…

Mein großer Fehler war, dass ich es in bunt bereit gestellt habe. Über viele Sachen denke ich nicht nach, wenn ich versuche, Dinge ansprechend vorzubereiten.

Dieser Moment, wenn alles still und aufgeräumt ist und bereit, den liebe ich sehr.

Als ich den Kindern dann erklärt hab, was zu tun sei und dass sie nun anfangen könnten, war natürlich klar, dass man erstmal um die Farbe des Stempelmaterials kämpfen muss. Naja, fürs nächste mal bin ich schlauer…

Denn diese Stempel sollen auf keinen Fall benutzt werden, da sonst das Rosa und Lila schmutzig wird. Und egal welches Argument ich angebracht habe, die Angst vor der Verschmutzung war größer als die Neugier, wie die Stempel auf dem Papier aussehen würden.
Ich musste schon ein wenig schmunzeln, denn ich habe das gleiche Problem mit neuen Pinseln.

Andere Kinder hatten die “Stempel-Berührungsängste” nicht.

Ich habe es auch geschafft, einen Stempel zu machen!

Am besten gefallen mir immer gleiche Formen in unterschiedlicher Anordnung, aber auch ganz unterschiedliche Formen auf einem langen Holzstück sehen gestempelt super aus.

Die Kinder waren auf jeden Fall voller Vorfreude auf nächste Woche.

Ich verstehe das aber auch, denn ich liebe es genau so wie sie, mit unterschiedlichen Materialien auf einmal zu werkeln.

Auf jeden Fall bin ich dankbar, dass heute alles so friedlich war und vor allem für die Chance, meine Leidenschaft mit so kleinen Menschen zu teilen und ihnen etwas in der Richtung vermitteln zu dürfen.

So, nun aber genug für heute, morgen ist auch noch ein Tag und mir fallen die Augen zu, während ich diesen Artikel tippe ;)

Gute Nacht!

xoxo, Nora.

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Henriette

Hallo und einen wunderschönen guten Abend. Seit einiger Zeit lebt in meinem Arbeitszimmer ein kleines Puppenmädchen. Und ja, wir erziehen Johann offen für alles, aber die Puppe ist nicht für ihn, sondern seine Freundin, die am Mittwoch Geburtstag hat.

Vor einiger Zeit hatte ich ihr einmal ein Kleid genäht und Gott sei Dank ist ein wenig Stoff über geblieben, so dass Puppenkind und Puppenmama nun im Partnerlook gehen können.

So, viel Gerede, aber nun möchte ich sie einmal zeigen. Darf ich vorstellen: Henriette (zumindest hat mein Sohn sie so genannt, natürlich das das Geburtstagskind das selber entscheiden.

Ich sage mal so. Eine Puppe zu nähen ist eine Erfahrung, die habe ich nun gemacht – aber man muss ja nicht jede Erfahrung doppelt machen. Es gibt einfach Dinge, die mir einfacher von der Hand gehen als Puppen zu nähen.

Hier sieht man mal die Fülle an Haaren. Henriette lässt viele Frauen vor Neid erblassen mit ihrer Pracht ;)

Da auch wir langsam aber sicher auf den Zug aufspringen, wenig neu zu kaufen, war ich sehr froh, dass ich alle Materialien im Haus hatte. Die Haare sind aus Wolle, die von einem Häkelprojekt übrig waren, der Stoff für den Körper war eigentlich eine Saugeinlage, auf der Rückseite hatte er aber genau die richtige Struktur, die ich auch wollte und die ich mir vorgestellt habe.

Das Schleifchen habe ich noch in meiner “besonderen Kiste” gefunden und macht das Kleid noch ein wenig süßer.

Unten habe ich noch eine Bordüre angenäht.

Die Puppenmama wird 3 Jahre alt und damit sie das Kleidchen einfach öffnen und ausziehen kann, sind hinten Knöpfe mit Knopflöchern aufgenäht.

Augen und Mund habe ich mit Stickgarn aufgenäht.

So und nun hoffe ich sehr, dass sich das Geburtstagskind freut, wenn Johann das Päckchen übergeben wird.

Ich für meinen Teil mache es mir nun gemütlich nachdem ich den halben Tag im Arbeitszimmer verbracht habe um dem morgigen Kurs vorzubereiten.

Was habt ihr heute Abend noch vor?

xoxo, nora.

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