Das erste mal zu Fünft.

Am Anfang hatte ich ein wenig Respekt vor den Kinderkursen, mittlerweile freue ich mich immer schon sehr auf Montag. Kein Kurs ist wie der andere, alles steht und fällt mit der Laune der Kinder und was sie gerne machen und was nicht.

Wir haben heute noch zwei neue Kinder dazu bekommen und was soll ich sagen…der Gruppe hat es definitiv was gebracht. Auch wenn ich nun aufpassen muss wie ein Lux, dass die Kinder keinen Unsinn machen, so ist die Laune an sich total gut.

Als Einstieg für die “Neuen” haben wir wieder mit einem zweiteiligen Kurs angefangen und wieder sind es die “ACEO-Cards”, unser Thema vom allerersten mal. Die Kinder haben immer wieder gefragt, ob wir das noch einmal machen und in dem Zuge hat ein Projekt, was ich schon länger vorhatte, heute Platz gefunden; Stempel selber machen.

Gestern hatte ich schon alles vorbereitet.

Diese Holzklötze habe ich bereit gestellt und passend dazu einen Haufen Moosgummi ausgeschnitten…

Mein großer Fehler war, dass ich es in bunt bereit gestellt habe. Über viele Sachen denke ich nicht nach, wenn ich versuche, Dinge ansprechend vorzubereiten.

Dieser Moment, wenn alles still und aufgeräumt ist und bereit, den liebe ich sehr.

Als ich den Kindern dann erklärt hab, was zu tun sei und dass sie nun anfangen könnten, war natürlich klar, dass man erstmal um die Farbe des Stempelmaterials kämpfen muss. Naja, fürs nächste mal bin ich schlauer…

Denn diese Stempel sollen auf keinen Fall benutzt werden, da sonst das Rosa und Lila schmutzig wird. Und egal welches Argument ich angebracht habe, die Angst vor der Verschmutzung war größer als die Neugier, wie die Stempel auf dem Papier aussehen würden.
Ich musste schon ein wenig schmunzeln, denn ich habe das gleiche Problem mit neuen Pinseln.

Andere Kinder hatten die “Stempel-Berührungsängste” nicht.

Ich habe es auch geschafft, einen Stempel zu machen!

Am besten gefallen mir immer gleiche Formen in unterschiedlicher Anordnung, aber auch ganz unterschiedliche Formen auf einem langen Holzstück sehen gestempelt super aus.

Die Kinder waren auf jeden Fall voller Vorfreude auf nächste Woche.

Ich verstehe das aber auch, denn ich liebe es genau so wie sie, mit unterschiedlichen Materialien auf einmal zu werkeln.

Auf jeden Fall bin ich dankbar, dass heute alles so friedlich war und vor allem für die Chance, meine Leidenschaft mit so kleinen Menschen zu teilen und ihnen etwas in der Richtung vermitteln zu dürfen.

So, nun aber genug für heute, morgen ist auch noch ein Tag und mir fallen die Augen zu, während ich diesen Artikel tippe ;)

Gute Nacht!

xoxo, Nora.

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Henriette

Hallo und einen wunderschönen guten Abend. Seit einiger Zeit lebt in meinem Arbeitszimmer ein kleines Puppenmädchen. Und ja, wir erziehen Johann offen für alles, aber die Puppe ist nicht für ihn, sondern seine Freundin, die am Mittwoch Geburtstag hat.

Vor einiger Zeit hatte ich ihr einmal ein Kleid genäht und Gott sei Dank ist ein wenig Stoff über geblieben, so dass Puppenkind und Puppenmama nun im Partnerlook gehen können.

So, viel Gerede, aber nun möchte ich sie einmal zeigen. Darf ich vorstellen: Henriette (zumindest hat mein Sohn sie so genannt, natürlich das das Geburtstagskind das selber entscheiden.

Ich sage mal so. Eine Puppe zu nähen ist eine Erfahrung, die habe ich nun gemacht – aber man muss ja nicht jede Erfahrung doppelt machen. Es gibt einfach Dinge, die mir einfacher von der Hand gehen als Puppen zu nähen.

Hier sieht man mal die Fülle an Haaren. Henriette lässt viele Frauen vor Neid erblassen mit ihrer Pracht ;)

Da auch wir langsam aber sicher auf den Zug aufspringen, wenig neu zu kaufen, war ich sehr froh, dass ich alle Materialien im Haus hatte. Die Haare sind aus Wolle, die von einem Häkelprojekt übrig waren, der Stoff für den Körper war eigentlich eine Saugeinlage, auf der Rückseite hatte er aber genau die richtige Struktur, die ich auch wollte und die ich mir vorgestellt habe.

Das Schleifchen habe ich noch in meiner “besonderen Kiste” gefunden und macht das Kleid noch ein wenig süßer.

Unten habe ich noch eine Bordüre angenäht.

Die Puppenmama wird 3 Jahre alt und damit sie das Kleidchen einfach öffnen und ausziehen kann, sind hinten Knöpfe mit Knopflöchern aufgenäht.

Augen und Mund habe ich mit Stickgarn aufgenäht.

So und nun hoffe ich sehr, dass sich das Geburtstagskind freut, wenn Johann das Päckchen übergeben wird.

Ich für meinen Teil mache es mir nun gemütlich nachdem ich den halben Tag im Arbeitszimmer verbracht habe um dem morgigen Kurs vorzubereiten.

Was habt ihr heute Abend noch vor?

xoxo, nora.

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Warme Grüße aus dem Kreativzimmer

Hallo! Nachdem mich Facebook daran erinnert hat, dass ich schon lange nicht mehr gebloggt habe (komisch, in meiner schreibfaulen Phase war auch Facebook sehr erinnerungsfaul), habe ich heute mal wieder den Kinder-Kreativ-Kurs mit der Kamera begleitet.

Das heutige Thema war: Große Dinkel-Kissen.

Ich selber liebe es, an kalten Wintertagen mein Kirschkern-Kissen an die Füße zu legen. Unbezahlbare Gemütlichkeit!

Für die Kissen habe ich mein heißbeliebtes altes Leinen angeschnitten und mich am letzten Samstag in mein Arbeitszimmer zurückgezogen und genäht – das Nähen der Bezüge traue ich den Kleinen nämlich noch nicht zu.

Dafür haben sie aber den Rest gemacht. Den Dinkel selber eingefüllt und die letzte Naht geschlossen.

Ich hatte die Innenkissen so genäht, dass sie 4 Fächer haben, damit der Dinkel sich gleichmäßig verteilt und es nicht einen “dicken Bollen” gibt.

Als Hilfe zum Einfüllen habe ich das Gefäß benutzt, was immer bei Bügeleisen dabei ist.

Bemalt haben die Kinder ihre Bezüge natürlich auch, dieses mal mit Textilfarbe.

In den Bezug habe ich Papier gelegt, damit es auf der Rückseite nicht durchdrückt.

Da es in letzter Zeit immer ziemlich bunt wurde, habe ich den Kindern geraten, sich vielleicht vorher ein Farbkonzept zu überlegen. Das hat bei manchen mehr, bei manchen weniger gut geklappt.

Weil das Auswaschen der Pinsel zwar schon viel besser klappt, aber noch nicht ganz einhundertprozentig habe ich die Farbe in Mischpaletten umgefüllt.

Als alles fertig war habe ich die Bezüge gebügelt und die Kinder haben ihre Dinkel-Kissen bezogen.

Hier sind die fertigen Werke. Ich liebe es, wie stolz die Kinder auf ihre Sachen sind. Johanns ist übrigens das unten rechts und liegt schon bei uns auf der Heizung, damit er gleich im Bett ganz warme Füßchen hat :)

Das war mitunter die schönste Stunde mit den Kindern. Dieses Projekt hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und es war total entspannt, wie die Kleinen sich Geschichten erzählen oder auch total versunken vor sich Hinwerkeln.

Ich hatte überlegt, Sets aus dem Bastelkurs in meinen Shop zu stellen, vielleicht hat ja der ein oder andere Lust, mal ein paar Sachen nachzumachen.

Aber für heute reicht es und ich begebe mich langsam Richtung Bett, ich höre es nämlich schon ganz schön laut rufen ;)

xoxo, nora.

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