Die Kommunion: Einladungskarten

Da es für Johann dieses Jahr soweit war und er zur Kommunion gegangen ist, mussten natürlich Einladungskarten her.

Normale drucken lassen wollte ich nicht, da wir gar nicht so viele Leute eingeladen haben. Also – warum nicht selber machen?

Wie alle wissen, bin ich ein großer Fan von selbst gemachten Postkarten, also nochmal an die Nähmaschine.

Ich habe den Hintergrund ausgedruckt, natürlich mit Fischen drauf – und wer sich fragt, warum zur Kommunion immer Fische abgebildet werden, hier die Erklärung – ich wusste es selber davor nicht und habe dann mal nachgeschaut.

 

„Was der Fisch im Christentum bedeutet

Nicht nur während der Erstkommunion ist der Fisch im Christentum allgegenwärtig: Christen tragen auch Ketten mit Fischanhänger oder kleben sich Fischaufkleber auf ihr Autoheck. Der stilisierte Fisch dient unter Christen als Erkennungssymbol. Er war in dieser Form schon in den ersten Jahrzehnten des Christentums wichtig, wurde dann beinahe vergessen, aber spielt seit einigen Jahrzehnten wieder eine wachsende Rolle.

Es heißt in der Bibel, dass sich Jesus gegenüber dem Fischer und späteren Jünger Simon Petrus selbst als „Menschenfischer“ bezeichnet habe. Zuvor füllte er dessen Netze mit zahlreichen Fischen. Wenn ein Christ sich mit diesem Symbol schmückt, dann ist das also ein Glaubensbekenntnis. Das Wort Fisch heißt in der griechischen Sprache zudem Ichthys. Die einzelnen Buchstaben dieses Wortes stehen in der griechischen Sprache für die einzelnen Wörter des christlichen Glaubensbekenntnis.

Auf Deutsch:“Ich glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes und Erlöser der Welt.“ Quelle

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Fast ein Jahr

Fast ein Jahr ist es her, dass du dich von mir getrennt hast. Und ich weiß noch, wie es am Anfang war. Zuerst wollte ich es nicht wahrhaben, habe aber sehr schnell gemerkt: Ja, das ist Ende.

Ich bin nach Hause gefahren und war ganz taub vor Schmerz. Ich weiß noch, dass die Sonne schien, es war warm, es war der erste Mai. Als ich vor meiner Tür stand wurde mir ironischerweise bewußt, dass ich dieses Jahr statt einem Maibaum eine Trennung bekommen habe und ich saß im Auto und musste erst ganz furchtbar lachen und habe dann ganz furchtbar geweint.

Die ersten Tage nach der Trennung waren schlimm, richtig schlimm. Das Herz hat weh getan, ich habe so sehr auf eine Nachricht gewartet, dass du mir sagst, es ist nicht vorbei, es wird niemals vorbei sein, bitte bleib doch. Und ich wäre geblieben.

Die Tage und Wochen vergingen, ich konnte meinen Supermarkt nicht besuchen, weil ich immer Angst hatte dich zu treffen. Ich bin andere Wege gefahren, gegangen, um dir nicht über den Weg zu laufen, um auf keinen Fall an dich zu denken, denn an so vielen Ecken standest du und ich konnte dich immer noch sehen, die Zeit, die wir hatten konnte ich nicht auslöschen.

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Der Kieselstein

Und eines Tages erkennt man, dass man abstumpft. All die Enttäuschungen, die das Leben bereitstellt, wie in jedem Leben, die nimmt man am Anfang ganz schwer. Das Eis, zu dem Mama „Nein“ sagt. Die beste Freundin, die nicht rauskommen will zum spielen. Für einen kleinen Menschen ist das ein absoluter Weltuntergang. Die erste Spitze trifft das Herz und man weiß gar nicht, wie einem geschieht. Die erste schlechte Note in der Schule, obwohl man so viel gelernt hat. Die erste große, unerreichbare Liebe, die sich dann in jemanden aus der Parallelklasse verliebt. Die erste Trennung, den Job, den man so sehr will und nicht bekommt, die erste gescheiterte Gehaltsverhandlung, die nicht so ausfiel, wie man es sich gewünscht hat, der Urlaub, der platzt, weil man nicht genug Geld auf dem Konto hat.

Man merkt, dass man glatt wird, runder, die Dinge fangen an, an einem abzurutschen, Enttäuschung? Kenne ich schon, kein Problem. Es ist als ob man ein Stein wäre in einem Meer, immer wieder von Wellen der Enttäuschung umspült, bis man ein kleiner, fast runder Kieselstein ist. Und dabei gab es vorher so viele Ecken, so viele Kanten, wo Hoffnung sich festsetzen konnte, das Herz warm gemacht hat und sich in jede noch so kleine Kerbe gedrückt hat.

Irgendwann, wenn die Hoffnung es mal schafft, einen Balanceakt auf dem viel zu runden Stein zu bestehen, ist man dann doch dummerweise mal euphorisch, freut sich, freut sich so sehr, das Herz zum bersten gefüllt, dass man sich sogar erlaubt, ein paar Tränen der Freude zu weinen, denn so fühlt es sich an, wirklich und ehrlich glücklich zu sein.

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