Archive for the ‘30 Tage der Wahrheit’ Category

Hallo alle zusammen!

Da ich ja hier nicht alles nach und nach abarbeite, kommt nun ein Thema, über das ich mir viele Gedanken in der letzten Zeit gemacht habe: Religion. Und zwar werde ich auch nur darüber reden, weil mein Blog soll ganz und gar politisch neutral bleiben.

Ich bin römisch-katholisch und wurde wahrscheinlich nur getauft, weil ich in der Schule nicht als Außenseiter dastehen sollte.

Das Gute daran: Ich kann mich noch an meine Taufe erinnern. Ich war 6 und es war toll. Ich habe so einen Sandkasten geschenkt bekommen in Form einer blauen Muschel. Ganz ganz toll fand ich die.

Ich bin dann auch als Kind sehr gerne zum Religionsunterricht gegangen, hatte auch Religion im Abi (obwohl ich 2 Jahre lang aus dem Unterricht befreit war). Ich finde die Geschichte hinter der Religion sehr spannend, kann jedoch von mir nicht sagen, ich sei bekennender Christ.

Ich glaube an Gott, ja das tue ich wirklich. Ich bete und ich glaube an Gott. Aber nicht an die Kirche.

Ich zahle Kirchensteuer (ja, immer noch)…jedoch aus anderen Gründen – ich glaube, dass die Kirche auch ihre guten Einrichtungen hat. Und wenn ich mal ein Kind habe, wird die Chance auf einen Kindergartenplatz deutlich erhöht.

Aber jetzt mal ganz ehrlich…ich bin rothaarig. Früher wurden Frauen wie ich ertränkt. Und wenn sie daran nicht gestorben sind, waren sie Hexen und wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Im Namen der Kirche.

Warum also sollte ich an die Kirche als Institution glauben? Hat sich die Kirche jemals dafür entschuldigt? Für alle Morde? Wie kann die Kirche in Gottes Namen morden? Es gibt es so viele “heilige Kreuzzüge”…ich bin mir ehrlich gesagt ganz und gar nicht sicher, ob das Gott wollte.
Oder ob er gutheißen konnte, dass man sich von seinen Sünden freigekauft hat.

Ich für meinen Teil habe einen Glauben, den Glauben an Gott, den ich mir sehr früh angeeignet habe (ich habe mit meiner Mama zusammen gebetet, ich erinnere mich dunkel) aber wir sind (aufgrund meiner fehlende Taufe) nur ganz selten in die Kirche gegangen.

Ich habe Teile der Bibel gelesen und diese auch Stück für Stück auseinander genommen (im Abitur) und ich muss ehrlich sagen, dass ich es in Ordnung finde, sich die Bibel als “Leitfaden” zu nehmen.
Allerdings kann man sich die Bibel auch auslegen wie man mag. Das ist ja jedem selber überlassen. Ich für meinen Teil habe damals viel darüber nachgedacht und es für mich so gesehen.

Was mich nochmal ernsthafter über diese ganze Sache nachdenken ließ ist dieses Lied.

Ich habe Freunde, die gar nicht an Gott glauben. Sie denken, alles kommt wie es kommt, mit oder ohne Gott.

Ich denke, dass dieses Lied das ganz gut beschreibt…Denn wenn es hart auf hart kommt, dann glaube ich schon, dass ein kleines Gebet nicht weh tut. Und dass es dann nicht schlecht ist an etwas zu glauben. Egal was es ist. Und wenn es nur das Gefühl ist, dass es etwas “Höheres” gibt, mit dem man grade reden kann.

Naja. Auf jeden Fall werde ich immer ganz schief angeschaut, wenn ich sage, dass ich an Gott glaube.

Der erste Spruch ist IMMER: Sieh, was vor sich geht auf der Welt und sage mir dann immer noch, ob Gott das alles so will. Und natürlich habe ich auf diese Frage nie eine Antwort. Aber trotzdem hat diese Frage mich auch noch nie an “meiner” Ansicht zweifeln lassen.

Ich glaube weiterhin an Gott und hoffe, dass er ein gütiges, wachsames Auge auf meine Lieben und mich hat.

 

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Nettes erstes Thema…aber passend nach meinem etwas längerem Post im Dezember.

Wenn ich etwas richtig an mir hasse, dann ist es meine unglaubliche Unsicherheit. In allen Lebensbereichen.
(Ausser bei meiner eigentlichen Arbeit. Die mache ich ja nun auch schon seit 10 Jahren).

Meine Mama sagt gerne zu mir “Und wenn du keine Sorgen hast, dann machst du dir welche.” Sie hat 100%ig recht.

Ich bin ständig wegen allem besorgt. Ist das Bügeleisen aus? Ist die Tür abgeschlossen? Habe ich meine Kreditkarte wirklich nicht verloren? Habe ich das Glätteisen ausgemacht? (Das Glätteisen ist übrigens mein schlimmster Feind).

Das Glätteisen ist fast so schlimm wie der Gedanke, dass Studio auf der Arbeit nicht ordnungsgemäß abgeschlossen zu haben und am nächsten Tag dorthinzukommen und alles ist weg.

Ich bin schon werweißwieoft in meiner Pause heimgefahren und habe nachgeschaut ob unsere Balkontür zu ist.

Für manche Menschen hört sich das sehr amüsant an, wenn ihr aber solche Unsicherheiten habt, dann wisst ihr, dass das nicht ganz so witzig ist, wie es imer rüberkommt.
Das ist belastend für mich (und für Felix sicher auch) und deshalb auch mein Vorsatz fürs neue Jahr gewesen. Also mich in dieser Hinsicht zu ändern.

Zu dieser Unsicherheit kommt noch meine Scheu vor fremden Menschen. Also vielleicht ist auch Scheu das falsche Wort. Es ist halt immer dieser Gedanke, dass man mich vielleicht nicht mag (wobei mir das selten passiert ist, ich weiss auch nicht, warum ich so denke) und dass man denkt, ich würde etwas eigenartig rüberkommen.

Ich meine, mein Kopf weiß ja, dass das alles so nicht stimmt. Wirklich. Aber gegen das Gefühl kann man nichts machen.

Es fühlt sich oft ein bisschen so an, als ob es ein kleines haariges, beißendes Monster bei mir wohnt. Und man kann mit ihm leben, weil es eigentlich nicht stört, aber manchmal, wenn man mal wieder ganz froh ist, dass die Bisswunden verschwunden sind, dann kommt es völlig unerwartet und verbeißt sich im Bein.

Das ist die erste Wahrheit. Fehlen ja nur noch 29. Ob ich zu allen so viel zu sagen habe, das sei mal dahingestellt. Wir werden sehen.

 

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Ich habe diese Liste bei Kim gefunden und ich möchte sie auch beantworten!

Ich werde sie nicht Tag für Tag abarbeiten, sondern langsam und immer mal wieder. Ich bin nicht so gut im “Mich-selber-zwingen”. (Hey, ich gehe schon jeden Tag zur Arbeit. Seit 10 Jahren!)
Heute wird die Liste vorgestellt und dann geht´s irgendwann los. Und weil viele Antworten mehr Platz brauchen, bekommt jede Frage einen eigenen Post.

Tag 01 | Etwas, dass du an dir hasst.
Tag 02 | Etwas, dass du an dir liebst.
Tag 03 | Eine Sache, die du dir selber verzeihen musst.
Tag 04 | Eine Sache, die du jemand anderem verzeihen musst.
Tag 05 | Etwas, was du hoffst, in deinem Leben zu tun.
Tag 06 | Etwas, von dem du hoffst, es niemals zu tun.
Tag 07 | Jemand, der dein Leben lebenswert macht.
Tag 08 | Jemand, der dir das Leben zur Hölle gemacht hat.
Tag 09 | Jemand, den du nicht gehen lassen wolltest, er dir aber entglitten ist.
Tag 10 | Jemand, der nicht gut für dich ist und den du gehen lassen solltest.
Tag 11 | Etwas, für dass du immer Komplimente bekommst.
Tag 12 | Etwas, wofür du niemals Komplimente bekommst.
Tag 13 | Schreib einen Brief an eine Band, die dich durch schlechte Zeiten geführt hat.
Tag 14 | Schreib einen Brief an einen Helden, der dich enttäuscht hat.
Tag 15 | Etwas, ohne dass du nicht leben kannst. Etwas, ohne dass du zu leben schon versucht hast.
Tag 16 | Etwas oder jemand, ohne dass du sehr gut leben könntest.
Tag 17 | Ein Buch, dass deine Lebensansicht geändert hat.
Tag 18 | Deine Meinung zur Homo-Ehe.
Tag 19 | Was denkst du über Religion? Oder Politik?
Tag 20 | Deine Ansichten zu Drogen und Alkohol.
Tag 21 | Dein bester Freund hatte einen Autounfall zwei Stunden, nachdem ihr euch gestritten habt. Was würdest du tun?
Tag 22 | Etwas, von dem du dir wünschst, es niemals getan zu haben.
Tag 23 | Etwas, was du dir wünschst, gemacht zu haben.
Tag 24 | Mach jemandem eine Playlist und erzähl, warum du genau diese Lieder genommen hast.
Tag 25 | Der Grund, warum du heute noch lebst.
Tag 26 | Hast du jemals daran gedacht, dein Leben aufzugeben? Und wenn ja, warum?
Tag 27 | Was ist das Beste, was bis jetzt passiert ist?
Tag 28 | Was würdest du tun, wenn du schwanger wärst?
Tag 29 | Etwas, was du hoffst an dir zu ändern. Und warum.
Tag 30 | Ein Brief an dich selber, in dem du dir alle gute Seiten aufzeigst.

 

Puh. Beim Übersetzen ist mir schon aufgefallen, dass ich für einige Fragen als Antwort tatsächlich nur ein Wort brauche. Naja. Dann werden die halt zusammengefasst :)

Ich bin gespannt, wie das wird.

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