Simple life

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Nach einem halben Jahr bin ich auf dem Land richtig angekommen. Die Sehnsucht nach der Stadt ist vorbei und ich sehe die Vorzüge, die mir hier alles bietet. Den Platz für den Kleinen, die Familie drumherum und dass die Uhren hier irgendwie noch ein wenig langsamer ticken.

Wir haben kleine Rituale entwickelt. Baden in der Küche am Samstag-Abend, gemeinsames Kochen mit dem Kind und einen Spaziergang auf dem Feld. Und wenn es nur eine kleine Runde ist, so versuchen wir, es jeden Tag zu machen.

Heute nehme ich euch mal mit. Viel zu sehen gibt es nicht, aber abschalten kann ich dabei immer ganz gut.

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Den Baum nennen wir im Übrigen ganz liebevoll „LTE-Baum“. Er bekam seinen Namen, als wir noch kein Internet hatten und Felix kam irgendwann ganz begeistert zurück und meinte „Nora, Nora du kannst es dir nicht vorstellen, ich habe einen Platz in Libur gefunden wo man LTE hat!“ Als er mir den Platz zeigte habe ich beschlossen, noch eine weitere Woche ohne Internet zu leben.

 

Beim letzten Spaziergang habe ich dann eine  schöne Überraschung gefunden: Brombeeren!
Ich liebe liebe liebe Brombeeren, Erdbeeren und Himbeeren. Und weil ich, als ich sie gesehen habe, direkt daran dachte mein Geburtstagsgeschenk einzuweihen, habe ich das Körbchen des Kinderwagens leergeräumt und es mit Brombeeren gefüllt.

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650gr, um genau zu sein.
Ich weiß das deshalb so genau, weil ich Marmelade gekocht habe, als wir wieder zu Hause waren. Denn Hand aufs Herz: Was gibt es besseres als selbst gemachte Marmelade?

Wie immer könnte ich mich ohrfeigen, dass ich kein Foto von Brombeeren in meiner Hand mit manikürten Fingernägeln habe und dem Topf, in dem die Marmelade kocht mit ein bisschen Deko drumherum. Eine schlechte Bloggerin bin ich, ich weiß.

Aber wenn ich ehrlich bin sehen meine Hände grade aus, als wäre ich eine Mutter. Eine Mutter die keine Zeit hat, sich die Fingernägel zu lackieren oder gar gepflegt lang wachsen zu lassen. Also kein Bild.

Und auch kein Bild von kochender Marmelade, denn wenn ich das gemacht hätte, würde die ganze Welt auch wissen, dass ich nicht aufgeräumt habe. Das mache ich nämlich nur, wenn ich weiß dass es Bilder gibt. Sonst versinken wir im Chaos. True Story.

ABER es gibt ein Foto. Von der fertigen Marmelade. Immerhin im WECK-Glas. Diese hat mir Felix zum Geburtstag geschenkt (Ähnliche gibt es aber auch hier zu kaufen sowie Material und Zubehör). Vielleicht wollte er, dass ich Marmelade koche. Vielleicht weiß er aber auch, dass es mir mit hübschen Utensilien mehr Spaß macht, Marmelade zu kochen. So oder so gibt es jetzt welche.

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Und ich sage euch: Sie schmeckt himmlisch! Und noch ein bisschen mehr, weil sie selber gemacht ist. Mit selbstgesammelten Beeren.

Und ich freue mich, dass so etwas Einfaches so glücklich machen kann.

xoxo, nora.

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Stoffwindeln – der Anfang

Juhu! Der Anfang der Stoffwickelgeschichte kann beginnen. Ich habe das Material schon (fast) fertig genäht, vier Windeln kamen heraus. Und da man mit vier Windeln nicht weit kommt, ist das nächste Material schon auf dem Weg. Aber wir mussten ja erst einmal schauen, ob es was für uns ist. Und ich muss sagen: Ist es!

Nicht nur, dass Johann in Stoffwindeln SO süß ist, nein, ich finde auch den Geruch nicht so schlimm. Weder das kleine noch das große Geschäft riechen ansatzweise so schlimm wie in Wegwerfwindeln. Was wir noch üben müssen, sind die richtigen Einlagen zu finden. Zur Zeit falten wir was das Zeug hält Baumwolle, Hanf und Microfaser-Tücher, aber ich habe das Gefühl, Johann werden viele Lagen schnell „zu eng“ und so muss ich wohl oder übel öfters waschen (zur Zeit hält eine Windel 2–3 Stunden, in dieser Zeit wechseln wir aber auch die Wegwerfwindeln, weil Johann mit einer ganz schlimmen Windeldermatitis zu kämpfen hat).

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Aber nun: Hier die Windeln. Ich habe mich für hellblauen PUL entschieden und aufgrund zu-wenig-KAM-Snaps-von-einer-Farbe gibts (zumindest bei dieser Windel) bunte Snaps. Finde ich persönlich auch am schönsten. Innen ist sie aus Hanf-Fleece. Die nächsten werden mit Bambus-Fleece gefüttert, ich bin auf den Unterschied gespannt.

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Hier sieht man ganz gut den Einschub für die Einlagen.

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An den Einlagen werde ich noch arbeiten, ich berichte weiter, was hier die perfekte Lösung für uns ist.
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Das Schnittmuster ist im übrigen super. Bei der ersten Windel hatte ich das Gefühl, sie wäre Johann etwas klein, das liegt aber in erster Linie daran, dass wir immer eine Windelgröße zu groß benutzen, damit der feine Herr Platz hat.

Für die erste Windel habe ich gefühlte zwei Tage gebraucht. Vielleicht, weil ich das Material am Anfang nicht so gut vernähen konnte. Ich glaube ja auch nie, dass man spezielle Nadeln für diverse Stoffe braucht, ich denke immer „ach, da ist ne Nadel auf der Maschine; super, dann kann es ja losgehen.“ Aber es macht wirklich Sinn, eine passende Nadel zu benutzen. Hilft und erspart einem mehrmaliges Auftrennen.

Jetzt läuft die Windelproduktion wie am Schnürchen. Ich freue mich auf viele, viele bunte Windeln und ein Stoffwindelbaby!

So und nun entschuldigt mich, ich muss wieder an die Nähmaschine :)

xoxo, nora.

 

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Ich habe mir nun selber Stoff-Kauf-Verbot erteilt und muss Reste verarbeiten.

Als mir dieser Stoff wieder in die Hände fiel wusste ich direkt, was es werden soll: Eine Kuschelhose. Ich habe den Schnitt (umsonst!) im Internet gefunden, habe ihn allerdings abgewandelt, weil er mir in der ursprünglichen Form nicht 100% zugesagt hat (alles was ich gemacht habe ist nicht im Stoffbruch zu arbeiten, sondern das Schnittmuster mit Nahrzugabe 2 mal auszuschneiden und zusammen zu nähen.

Das ist daraus geworden. Gut zum toben und kuscheln.

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Wie alles selbstgenähte ist die Hose noch eine Nummer zu groß, sodass wir ganz lange etwas davon haben.

Felix Kommentar: Würde ja auch gut zu einem Mädchen passen. Vielleicht hat er recht und ich war etwas SEHR gut gelaunt bei dieser bunten Farbauswahl ;)

XOXO, Nora.

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