Auf kleinem Fuße

Seit 6 Tagen vor seinem Geburtstag läuft Johann nun und ist schon recht schnell unterwegs. Seine ersten Schritte hat er bei uns im Wohnzimmer gemacht, danach hat er jeden Tag fleißig geübt und nun krabbelt er leider gar nicht mehr (wie süß war denn das Krabbeln bitte?) sondern läuft von morgens bis abends.

Es ist so ein Wahnsinn zu beobachten, wie schnell Johann alles lernt. Vor 4 Wochen konnte er stehen, nun läuft er problemlos lange Strecken (für seine Verhältnisse) mit einem total breitem Lachen im Gesicht.

Zu Hause war Johann meist mit Socken unterwegs, draußen im Hof dann mit Krabbelschuhen (wir hatten die dunkelblauen vom DM und braune von Heba).
Die Krabbelschuhe sind immer noch passend und werden auch getragen, trotzdem habe ich mich mal nach Schuhen umgesehen und bin fast verrückt geworden.

Ich habe gelesen, dass gerade bei den kleinen Kindern barfuß die beste Option ist und wenn es dann Schuhe sein sollten, dann müssten diese eine butterweiche Sohle haben (man soll sie mit Daumen und Zeigefinger problemlos zusammendrücken können).
Ich wollte sehr gerne welche von „Jochie“ haben, leider hat mich der Preis total abgeschreckt und gebraucht wollte ich seine allerersten Schuhe nicht kaufen.

Also habe ich weitergelesen und bin auf einen Ledershop gestoßen, der Lauflernschuhe herstellt und hier habe ich dann auch die für Johann bestellt.

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Die Sohle ist ähnlich weich wie bei den Lauflernschuhen – aber durch das Fell in der Sohle sind sie doch etwas dicker, falls mal ein spitzes Steinchen oder eine kleine Scherbe auf dem Weg liegen sollte.

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IMG_5023Ob sie Johann gefallen, weiß ich nicht. Er hat ein eher gespaltenes Verhältnis zu Schuhen und versteckt sie ganz gerne mal ;)

IMG_5026Auf jeden Fall stehen sie ihm super und er kann damit richtig gut laufen…und das ist ja die Hauptsache!

Xoxo, Nora.

 

 

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Taufdanksagungen

Dieser Artikel enthält Werbung für: CEWE

Wie in dem Wohnzimmer-Post schon geteasert, habe ich an einer Danksagung für die Taufe gearbeitet.
Ich muss das noch mal extra erwähnen, da ich weder eine Geburtskarte, noch Geburtsdanksagungen, noch eine Taufeinladung gedruckt habe. Ich hatte es die ganze Zeit vor und dann war es zu spät und ich hatte wieder was anderes um die Ohren – und das schlechte Gewissen hat zwar zwischendurch angeklopft, wurde aber gekonnt überhört.

So habe ich mir vorgenommen, wenigstens die Taufdanksagungen drucken zu lassen. Sie sind ganz einfach, das schöne Bild, das mein Papa von uns gemacht hat dient als Karte und Johann´s Taufspruch, den seine Patentante ausgesucht hat, steht oben links in der Ecke.

Das ganze wird als Postkarte verschickt, einfach und hoffentlich effektiv. Und nach der „lockeren“ Taufe wäre eine Danksagung auf Büttenpapier auch einfach nicht passend gewesen.

Bildschirmfoto 2014-06-17 um 19.51.02

Die Postkarten, so wie ich sie habe drucken lassen gibt es bei CEWE-Print. Die Bearbeitungszeit beträgt ca. eine Woche, also halte ich gerade noch nicht das fertige Produkt in den Händen und kann es noch nicht zeigen, dazu folgt da noch ein Extra-Post.

Über das Fertigstellen für die Druckerei kann ich aber trotzdem schon einmal berichten: Man kann sich entweder ein Programm runterlasen, mit dem man die Daten bearbeiten kann oder – und so habe ich es gemacht – diese online fertig stellen. Das ist für jemanden wie mich besser, ich hasse es nämlich, 10000 Programme auf dem Mac zu haben und dann wohlmöglich noch von Felix Ärger zu bekommen, was ich denn da alles wieder runtergeladen und installiert habe.

Der Entwurf war bei mir so schlicht, dass ich ihn schnell in Photoshop gemacht habe und das JPG dann hochgeladen habe, man kann aber auch mit fertigen Vorlagen arbeiten.

Bildschirmfoto 2014-06-17 um 20.55.07

Wie gesagt, wenn die Karten da sind, werde ich nochmal über die Bildqualität, Farben und Papierqualität etwas sagen.

Aber so lange genieße ich noch etwas das tolle Wetter!

xoxo, nora.

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Hand auf´s Herz

Sehr lange habe ich überlegt, dieser neuen Rubrik auf meinem Blog einen Platz einzuräumen und schlussendlich habe ich mich dafür entschieden.

Es ist nämlich so, dass das Leben hinter dem Blog alles andere als Hochglanzbildern und lachenden Gesichtern besteht, vielmehr hat auch uns das wahre Leben fest im Griff. Wenn ich so durchscrolle durch die letzten Artikel fällt mir immer mehr auf dass sie zwar lang sind, dafür selten. Und ich bemühe mich immer über die schönen Dinge des Lebens zu schreiben.

Aber… es ist wie es ist und das Leben hat nicht nur tolle Seiten.

Oft – und in letzter Zeit viel zu oft – schlaucht mich der ganz normale Alltag mehr als ich zugeben mag. Ob es daran liegt, dass Johann eine schwierige Phase hat oder ich einfach zu hohe Ansprüche an mich selbst, beides ist denkbar und es gibt noch viele, viele Faktoren, die im Hintergrund vor sich hinwuseln und mir jeden Nerv rauben. Seien es die Klamotten, die seit Wochen darauf warten zur Altkleiderbox gebracht zu werden oder das Altglas, was seit der Taufe vorwurfsvoll in der Abstellkammer steht – die ungebügelten Tischdecken auf einem großen Haufen oder der unaufgeräumte Schreibtisch. All das wäre kein Hexenwerk zu bewältigen und ist trotz allem für mich gerade eine Hürde, die ich nicht nehmen kann. Weil es alles zu viel ist. Weil ich morgens wach werde und Angst habe, mir schon wieder einen Wutanfall von Johann anhören zu müssen, wenn ich mal kurz duschen bin oder weil er wieder beim Wickeln so einen Aufstand macht, als würde ich ihm die Zehen mit einem stumpfen Messer abschneiden oder weil er sich wieder wütend auf den Boden schmeißt wenn ich mal meine Mails abfrage.

Ich liebe mein Kind so sehr, ich muss das ja nicht immer sagen. Ich bin eine Mama, also liebe ich mein Kind. Aber an manchen Tagen macht er es mir wirklich schwer. Ich frage mich dann immer, was ich besser machen kann. Wie ich diese Anfälle von ihm unter Kontrolle bekommen kann und was eigentlich aus meinem süßen, lächelndem kleinen Baby passiert ist.

Ich weiß, es kommen bessere Tage, ich weiß auch, meine Mühen werden doppelt und dreifach belohnt.

Aber manchmal muss man darüber reden. Dann will ich von meiner Mutter nicht hören, dass ich nie geweint habe und sie es aber auch schwerer hatte, als ich. Dann will ich jammern und weinen und schimpfen und einfach mal jemanden haben der mir sagt: „Es wird besser werden. Ich weiß, es ist schwer, aber es wird besser.“ Ich sage das mir nämlich immer nur selber und komme mir ein bisschen vor wie Bridget Jones, die völlig verzweifelt etwas in ihr Tagebuch schreibt, nur um sich selber danach Mut anlesen zu können.

Letzte Woche hat es mich dann noch voll erwischt: Ich habe mich bei Johann mit einem echt fiesen Magen-Darm-Virus angesteckt und am gleichen Tag noch meine Tage bekommen. Mir ging es nicht gut und die Krankheit hat mir in den Knochen gesteckt, als ich Felix sagte, wir sollten zu seinen Eltern fahren. Einfach, damit wir mal abschalten können. Johann sieht Oma und Opa eh zu wenig und in der Pfalz ist es immer wie im Urlaub.

Ich sitze nun hier und schreibe den Artikel, nachdem ich mit meiner Schwägerin eben eine Flasche (alkoholfreien) Sekt geköpft habe und das erste mal seit Wochen das Gefühl habe, für etwas Zeit zu finden. Zeit um meinen Blog endlich mal wider dazu zu nutzen, wozu er da ist: Der Welt zu zeigen, was hier bei uns eigentlich los ist. Und endlich zu akzeptieren, dass das perfekte Leben, dass ich aus anderen Blog immer rauslese, nicht bei uns stattfindet. Darum wird es hier bald, immer mal wieder, mal mehr oder mal weniger Artikel aus der Rubrik „Hand auf´s Herz“ geben.
Und wenn sie nicht da draußen noch eine zeitweise verzweifelte Mutti erreichen, so dienen sie mir als Tagebuch. Mein Leben ist nicht immer nur rosig und ich möchte auch nicht mit meinem Blog jemanden das Gefühl vermitteln, es wäre rund um die Uhr so. Natürlich wird das hier auch kein Jammer-Wettbewerb von Woche zu Woche, sondern kleine Katastrophen, die bei uns so passieren, werden nun halt festgehalten.

Und um dem ganzen die Würze zu nehmen: Mein Kind ist seit einer Stunde vergnügt im Sandkasten. Als ob er schon lesen könnte was Mama da grade geschrieben hat…:)

xoxo, nora.

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