Gedanken über das Bloggen

Hallo liebe Welt.

Heute möchte ich mal einen Artikel schreiben, über den ich schon ewig nachdenke: Ich möchte über meinen eigenen Blog schreiben.

Ich habe meinen Blog damals angefangen aus Gründen, die nur dem Zeigen meiner gebastelten Dinge dienen sollte.

Nach und nach habe ich jedoch immer mehr Zeit und Liebe in meinen Blog investiert und raus ist das gekommen, was mein Blog sein soll: Ein Fenster zur Außenwelt, das Dinge zeigt, die mich beschäftigen und mit denen ich mich befasse.
Der Welt manchmal zu zeigen wie es mir geht in dem ich einen Artikel schreibe, das finde ich gut. Ich weiß, dass ich mit dieser Meinung sicher nicht alleine dastehe, dass es aber auch immer Menschen gibt, die das verurteilen wollen. Ich habe mich dazu entschlossen, einen Teil meines Lebens der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dass ich über meine Schwangerschaft zum Beispiel berichte, ist ja nun auch nicht so persönlich wie die Entstehung des Babys. Das zum Beispiel lass ich mal unter den Deckmantel der Privatsphäre fallen. Aber wenn ich mich dazu entschließe, jede Woche ein Bild meines Bauches zu machen und somit mir, meiner Familie, meinen Freunden und vielen anderen Menschen an dem kleinen Wunder, das gerade geschieht, teilhaben lasse, dann finde ich das gar nicht so schlimm.

Aber gerade jetzt wo ich Mutter werde denke ich darüber nach, wie es hier weitergehen soll. Möchte ich weiterhin persönlich bleiben oder soll mein Blog wieder zurück „nur“ zur Handarbeit bringen?

Ich habe mir lange darüber Gedanken gemacht und auch nach Kommentaren wie „Ich kann nicht verstehen, dass du über so viel Privates bloggst“ oder „Ich kann nicht verstehen, dass dein Blog dein Ein und Alles ist“ mache ich weiter.
Mein Blog ist ein großer Teil meines Hobbies. Warum soll ich mir also von irgendwem sagen lassen, dass ich „zu viel“ Liebe da rein stecke?
Ich verurteile ja auch keine Menschen, die 3 Stunden ins Fitnessstudio gehen um noch besser auszusehen. Es ist ja nicht so, dass diese Menschen sich nicht auch mit sich selber beschäftigen – nur halt auf einem anderen Weg.

Aber nun zurück zum Bloggen: Ob ich in Zukunft regelmäßig Bilder von meinem Kind einstellen werde weiß ich noch nicht. Es ist eine Sache, die ich in erster Linie nicht alleine entscheiden kann und auch nicht alleine entscheiden werde, denn das Kind hat schließlich auch noch einen Vater.

Ich habe mich gerade eben noch mit einem Freund unterhalten. Er sagte „Ich bin gespannt, was dein Sohn sagt, wenn er mal die ganzen Briefe lesen wird.“
Wisst ihr was? Ich bin auch gespannt.
Hand aufs Herz, ich hätte sie ihm auch so schreiben können, richtig oldschoolmäßig auf Papier. Habe ich aber nicht. Ich bin eine Mediengestalterin, lebe mit einem Nerd (das ist liebevoll gemeint) zusammen und tippe ständig was in mein Handy ein. Warum also nicht auch die Briefe digital? Und warum, wenn es hier schon so persönlich zugeht, sollten andere Menschen daran nicht teilhaben?

Ich habe viele positive Reaktionen auf meine Artikel bekommen, die etwas privater sind und ich freue mich immer über jeden einzigen. Wenn ich solche Reaktionen erhalte, dann denke ich immer, dass es genau das ist, was ich will: Menschen ansprechen, die ähnliche Interessen und Gedanken haben.

Wenn jetzt jemand denkt „Die schreibt aber immer über alles und so und ich weiß immer genau, was bei der los ist“ der ist auf dem Holzweg. Nur weil ich persönliche Artikel schreibe oder Dinge, die mir wichtig sind heißt das nicht, dass ich nicht noch eine Privatsphäre habe, die ich wahre und natürlich gibt es immer Dinge, über die ich im Leben nicht auf meinem Blog schreiben würde. Aber so ist das doch wahrscheinlich bei jedem, oder?

Ich blogge nun schon seit Jahren und ich möchte es nicht missen – manchmal lese ich mir selber alte Posts durch und erinnere mich an die Zeiten. Es ist wie ein digitales Tagebuch für mich, in dem ihr mitlesen dürft.

Wenn mein kleines Baby auf der Welt ist, wird sich das nicht ändern.
Das Bloggen ist eine Konstante in meinem Leben, die ich auch ein Stück weit brauche um mich an gewisse Dinge zu erinnern. Ich will das nicht aufgeben. Und auch wenn es hier vielleicht irgendwann ein wenig stiller wird oder mal etwas längere Pausen gibt, dann nur, weil die Prioritäten in diesem Haus einmal kurz ganz doll durchgeschüttelt und neu sortiert wurden.

Das Baby ist das Wichtigste in meinem Leben. Und wird mein Ein und Alles sein.
Aber das eine schließt das andere nicht aus und mein Blog wird sicher den ein oder anderen kleinen Schritt von Baby J. mitgehen.

So und nun bedanke ich mich herzlich für´s Lesen.

Xoxo, Nora.

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