Hören & Lesen.

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Heute Morgen war es wieder soweit. Eine ganz banale Sache, die mich zum Nachdenken gebracht hat. Ich stand vor meinem Schrank und wollte meine Lieblings-Strickjacke anziehen.
Dann dachte ich…“Ach, nee, doch lieber nicht, am Sonntag bist du auf der Taufe eingeladen und dann magst du sie anziehen, spar sie dir lieber auf.“

Ich erwische mich in letzter Zeit oft dabei – zu oft – zu sagen „das ist zu gut, das ist zu lecker, das ist zu schön, warten wir auf einen richtigen Augenblick“. Und ich spars mir auf.

Wie das letzte Mal, als ich mir einen Pudding so lange aufbewahrt habe, bis er schlecht war.

Was ist denn, wenn ich heute vom Auto überfahren werde? Dann bringt es mir auch nichts, dass ich noch einen leckeren Pudding im Kühlschrank habe oder meine schöne Strickjacke im Schrank. Oder meine teure Abi-Uhr, die ich mich nie traue, anzuziehen. Und dann bringt mir mein Massage-Gutschein, den ich seit mehr als einem Jahr aufbewahre und dann einlösen mag, wenn ich so RICHTIG verspannt bin, gar nichts.

Ich denke immer, dass eines Tages der Tag kommt, an dem ich mich ändere und Sachen anders sehen werde. Das stimmt aber nicht. Ich bin 28 und ich denke nicht, dass sich Menschen dann nochmal komplett verändern. Ich werde immer zu vorsichtig sein, immer warten, warten auf etwas, was vielleicht nie eintrifft.

Ich bin einer der Menschen, die abends früher nach Hause gehe wie andere, damit ich am nächsten Tag „mehr vom Tag“ hab. Und am nächsten Tag hab ich überhaupt nicht mehr vom Tag, weil ich dann meistens total verkatert bin. Und die beste Hälfte des Abends ganz bestimmt versäumt habe.

Und dann sagt man sich sowas wie…“Nora, du hast noch dein ganzes Leben Zeit, zu feiern, dich hübsch anzuziehen, Kinder zu kriegen, Blödsinn zu machen, lecker zu Essen und so weiter.“

 

Und was ist, wenn es nicht so ist?

Sollte man nicht doch jeden Tag so leben, als sei es der letzte Tag?
Und sollte man sich nicht Zeit nehmen für das, was einem wichtig ist und auch mal Fünfe grade sein lassen?

Und sollte man nicht einfach seine schönsten Klamotten anziehen um…naja, egal für was. Sondern nur für sich selber.

Man wird nicht jünger – Und um sein Leben lebenswert zu machen, muss man vielleicht auch mal den Kopf ausstellen und sich nicht immer aufsparen.
Weil eines Tages…ist man vielleicht zu alt für diese ganzen Sachen ;)

 

Einen schönes Wochenende.

Genießt es ;)

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