36. Woche

Ich bin mal wieder einen Tag zu spät dran. Und eine richtige Entschuldigung gibt es auch nicht. Ich merke, dass langsam in mein Leben Ruhe einkehrt und ich mich dem langsamen Trott sehr gut anpassen kann. Und dann habe ich auch noch geschummelt, denn das Bild ist von gestern. Heute war ein Bad-Hair-Day und irgendwie auch ein Bad-Face-Body-und alles-Day. Deshalb war ich beim Friseur und habe mir noch die Haare abgeschnitten. 15cm ohne Bedauern. Das seht ihr dann ja nächste Woche.

Ich schlafe kaum noch und deshalb bin ich leider auch nicht mehr so fit, ich watschel wie eine Ente und jammere heute auch wirklich extrem viel rum, ich weiß.
Natürlich versuche ich noch Dinge zu erledigen, aber auch mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ich habe mir mehrere To-Do-Listen erstellt und werde diese nun einfach nach und nach abarbeiten. Stress ist einfach genau das Falsche im 9. Monat und das habe ich auch nun eingesehen.
Ich habe das Gefühl (und das stimmt ja sehr wohl auch, wenn ich mich so ansehe) dass das Baby einfach noch mal alles daran gibt, riesig zu werden. Meine Füße kann ich nicht mehr sehen, Socken und Schuhe anziehen ist ein Blindflug und sogar die Schwangerschaftsjeans zwicken ein wenig.
Es MUSS einfach bald wärmer werden, damit ich ENDLICH Kleider anziehen kann!!!
Aber hier erstmal der lebende Beweis:

Wie weit bin ich: 35+1
Der beste Moment dieser Woche: Besuch von einer lieben alten Klassenkameradin.
Am meisten nervt mich: Gar nichts. Ich muss zwar noch einige Dinge erledigen, aber genervt bin ich nicht.
Heißhunger auf: Schokolade, speziell Mars-Eis
Wehwehchen: Ach, das ein oder andere. Bauchweh, nicht schlafen zu können, tagsüber oft müde und ein klitzekleines bisschen Rückenschmerzen.
Ich freue mich: Auf jeden einzelnen Tag, den ich noch schwanger bin. (Wie neuerdings jede Woche) aber AUCH darauf, meinen Körper wieder für mich alleine zu haben, gerade beim schlafen ;)

Felix ist heute mal aufgrund von Zeitmangel nicht dabei, der hat Stress auf der Arbeit und ich will ihn nicht stören.

Aber ihr könnt hier noch einige Bäuchlein sehen und Maya via Instagram zu ihrem Sohn gratulieren!!!
Frau Elch, Margarete Audrey, Marielle, Missy, Punkelmunkel, kleines Ich kleines Wir, Kat, Maya, Sonnenblume von schöne Dinge, Qhaos-Queen

Das war es auch schon wieder für heute. Ich lege mich mal wieder hin und hoffe, dass ich morgen etwas fitter bin.

Habt einen schönen Abend!

xoxo, Nora.

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Gedanken über das Bloggen

Hallo liebe Welt.

Heute möchte ich mal einen Artikel schreiben, über den ich schon ewig nachdenke: Ich möchte über meinen eigenen Blog schreiben.

Ich habe meinen Blog damals angefangen aus Gründen, die nur dem Zeigen meiner gebastelten Dinge dienen sollte.

Nach und nach habe ich jedoch immer mehr Zeit und Liebe in meinen Blog investiert und raus ist das gekommen, was mein Blog sein soll: Ein Fenster zur Außenwelt, das Dinge zeigt, die mich beschäftigen und mit denen ich mich befasse.
Der Welt manchmal zu zeigen wie es mir geht in dem ich einen Artikel schreibe, das finde ich gut. Ich weiß, dass ich mit dieser Meinung sicher nicht alleine dastehe, dass es aber auch immer Menschen gibt, die das verurteilen wollen. Ich habe mich dazu entschlossen, einen Teil meines Lebens der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dass ich über meine Schwangerschaft zum Beispiel berichte, ist ja nun auch nicht so persönlich wie die Entstehung des Babys. Das zum Beispiel lass ich mal unter den Deckmantel der Privatsphäre fallen. Aber wenn ich mich dazu entschließe, jede Woche ein Bild meines Bauches zu machen und somit mir, meiner Familie, meinen Freunden und vielen anderen Menschen an dem kleinen Wunder, das gerade geschieht, teilhaben lasse, dann finde ich das gar nicht so schlimm.

Aber gerade jetzt wo ich Mutter werde denke ich darüber nach, wie es hier weitergehen soll. Möchte ich weiterhin persönlich bleiben oder soll mein Blog wieder zurück „nur“ zur Handarbeit bringen?

Ich habe mir lange darüber Gedanken gemacht und auch nach Kommentaren wie „Ich kann nicht verstehen, dass du über so viel Privates bloggst“ oder „Ich kann nicht verstehen, dass dein Blog dein Ein und Alles ist“ mache ich weiter.
Mein Blog ist ein großer Teil meines Hobbies. Warum soll ich mir also von irgendwem sagen lassen, dass ich „zu viel“ Liebe da rein stecke?
Ich verurteile ja auch keine Menschen, die 3 Stunden ins Fitnessstudio gehen um noch besser auszusehen. Es ist ja nicht so, dass diese Menschen sich nicht auch mit sich selber beschäftigen – nur halt auf einem anderen Weg.

Aber nun zurück zum Bloggen: Ob ich in Zukunft regelmäßig Bilder von meinem Kind einstellen werde weiß ich noch nicht. Es ist eine Sache, die ich in erster Linie nicht alleine entscheiden kann und auch nicht alleine entscheiden werde, denn das Kind hat schließlich auch noch einen Vater.

Ich habe mich gerade eben noch mit einem Freund unterhalten. Er sagte „Ich bin gespannt, was dein Sohn sagt, wenn er mal die ganzen Briefe lesen wird.“
Wisst ihr was? Ich bin auch gespannt.
Hand aufs Herz, ich hätte sie ihm auch so schreiben können, richtig oldschoolmäßig auf Papier. Habe ich aber nicht. Ich bin eine Mediengestalterin, lebe mit einem Nerd (das ist liebevoll gemeint) zusammen und tippe ständig was in mein Handy ein. Warum also nicht auch die Briefe digital? Und warum, wenn es hier schon so persönlich zugeht, sollten andere Menschen daran nicht teilhaben?

Ich habe viele positive Reaktionen auf meine Artikel bekommen, die etwas privater sind und ich freue mich immer über jeden einzigen. Wenn ich solche Reaktionen erhalte, dann denke ich immer, dass es genau das ist, was ich will: Menschen ansprechen, die ähnliche Interessen und Gedanken haben.

Wenn jetzt jemand denkt „Die schreibt aber immer über alles und so und ich weiß immer genau, was bei der los ist“ der ist auf dem Holzweg. Nur weil ich persönliche Artikel schreibe oder Dinge, die mir wichtig sind heißt das nicht, dass ich nicht noch eine Privatsphäre habe, die ich wahre und natürlich gibt es immer Dinge, über die ich im Leben nicht auf meinem Blog schreiben würde. Aber so ist das doch wahrscheinlich bei jedem, oder?

Ich blogge nun schon seit Jahren und ich möchte es nicht missen – manchmal lese ich mir selber alte Posts durch und erinnere mich an die Zeiten. Es ist wie ein digitales Tagebuch für mich, in dem ihr mitlesen dürft.

Wenn mein kleines Baby auf der Welt ist, wird sich das nicht ändern.
Das Bloggen ist eine Konstante in meinem Leben, die ich auch ein Stück weit brauche um mich an gewisse Dinge zu erinnern. Ich will das nicht aufgeben. Und auch wenn es hier vielleicht irgendwann ein wenig stiller wird oder mal etwas längere Pausen gibt, dann nur, weil die Prioritäten in diesem Haus einmal kurz ganz doll durchgeschüttelt und neu sortiert wurden.

Das Baby ist das Wichtigste in meinem Leben. Und wird mein Ein und Alles sein.
Aber das eine schließt das andere nicht aus und mein Blog wird sicher den ein oder anderen kleinen Schritt von Baby J. mitgehen.

So und nun bedanke ich mich herzlich für´s Lesen.

Xoxo, Nora.

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Liebes Baby.

Am Wochenende waren Mama und Papa auf dem Geburtsvorbereitungskurs und das hat dir ja anscheinend total gut gefallen. Manchmal gab es ein bisschen klassische Musik und es anscheinend doch kein Gerücht, dass kleine Babys im Bauch das mögen. Du auf jeden Fall.
Auch vor der Geburt habe ich nicht mehr ganz so viel Angst, ich denke wir beide bekommen das schon gewuppt. Auch vor den Schmerzen habe ich nicht mehr ganz so viel Angst…du wirst schon gut mitarbeiten, denn du willst ja sicher auch mal wissen, wer dich immer an den Füßen kitzelt, wenn du schläfst. (Keine Sorge, ich mache das nicht mehr, wenn du da bist….versprochen!)

Dein Papa ist jetzt übrigens ganz offiziell dein Papa. Das haben wir beurkunden lassen. Das war uns beiden ganz wichtig, weil wir es ja immer noch immer nicht geschafft haben zu heiraten. Auf jeden Fall bist du nun vor jedem Gericht UNSER Kind und wirst auch den Nachnamen vom Papa bekommen. Du kannst dir ja denken, dass ich das nur bedingt gut finde, da mit meinem kleinen Cousin und mir unser Name ja ausstirbt, aber so ist das. Ich muss da klein beigeben, denn ich heiße ja schließlich auch so wie mein Papa. Ein bisschen Ordnung muss ja drin sein in der ganzen Sache.
Und ich gebe die Hoffnung ja nicht auf, dass ich auch mal so heiße wie ihr beiden ;)

Stell dir vor kleiner Mann, am Sonntag hat dein Papa Geburtstag. Der hat total Angst, dass du an seinem Geburtstag geboren wirst, aber das wird nicht passieren, das weiß ich ganz genau.
Ich glaube, dass du eher der gemütliche Typ bist und erst im Juni kommen wirst – wie die Mama. Und wenn wir dann schon nicht den gleichen Nachnamen haben, dann wenigstens das gleiche Sternzeichen.
Außerdem darfst du noch ein bisschen bei mir bleiben – glaub mir, so gut wirst du es nie wieder haben. Ich nehme dich überall mit hin, du darfst jede Nacht bei uns schlafen, bekommst immer die leckeren Vitamine von den ganzen Erdbeeren die ich verdrücke und es ist noch schön warm im Bauch – glaub mir, das Wetter hier draußen ist noch total üsselig.  Also überleg es dir lieber gut…

Am Samstag feiert der Papa in seinen Geburtstag rein und ich habe mir seit Ewigkeiten mal wieder ein Kleid gekauft. Ich freue mich schon so sehr darauf uns beide ein bisschen schick zu machen und auszugehen. Das wird nämlich die letzte Feierlichkeit auf die ich gehen werde, bevor du da bist.

Jeden Abend im Bett merke ich, dass der Tag, an dem ich dich kennenlerne, immer näher rückt. Dann bist du hier bei uns und wir so gespannt auf dich – das kannst du dir gar nicht vorstellen. Ich bin so gespannt auf deine kleine Nase, dein Schmatzen, deine klitzekleinen Fingerchen und auf dein ganzes Wesen.
Jeden Abend denke ich darüber nach, dass bald mein ganzes Leben Kopf stehen wird und dass sich alles nur noch um dich, mein liebes Baby, drehen wird.
Ich habe ein bisschen Angst davor, wenn ich ganz ehrlich bin. Aber ich habe heute gelernt, dass alles, was du wirklich willst, schmusen ist. Und das, lieber J., bekommen wir schon hin.

So kleines Baby. Die Mama muss nun aufhören zu schreiben. Die Hormone machen heute nicht so richtig mit. Die Tränchen fließen heute wie wild.

Ich denke an dich. Jede Sekunde, an jedem einzelnen Tag.

Ein Küsschen von deiner Mama.

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