Kleine Geschichten von Johann (+gewinner!)

So. Nachdem ich nun immer mal wieder geschrieben habe, wie chaotisch und umperfekt unser Leben ist, kommt nun ein Artikel über das, was für mich an absolute Perfektion grenzt: Das Leben mit Johann und seinen kleinen „Eigenarten“.

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Dieses Bild hat nichts mit dem Geschriebenen zu tun, ich mag es einfach.

Heute morgen – und damit beginnt mein Artikel schon gar nicht chronologisch, aber wer braucht das schon – musste ich herzlich lachen (ehrlich gesagt hat mich das auch auf die Idee des Artikels gebracht) als Johann die Augen aufschlug, ein bisschen im Bett rumwühlte, sich hinsetzte, wobei er Felix anschaute und dann klar und laut verlauten ließ: „Vadder! Der Vadder heia!“

Obwohl es erst halb 7 war musste ich so lachen, dass ich fast aus dem Bett fiel. Ich weiß nicht, wo er das nun wieder aufgeschnappt hat, aber ich finde es großartig, dass sich hinter Papa, Papi, Papich nun auch noch Vadder in die Namenskette für Felix einreiht.

Ein weiteres Maröttchen, was sich Johann angewöhnt hat zu sagen ist „Du auch“. Und ihr müsst jetzt mal nicht denken, dass ich ein besonders soziales Kind habe, was immer denkt, man müsste irgendwas bekommen. Nein.

Mit „du auch“ meint er schlicht und ergreifend sich selber.

Ein bisschen irritierend ist es schon, wenn man sich folgende Situation vorstellt: Meine Freundin gibt ihrer Tochter einen Keks. Johann bekommt riesige Augen und sagt lautstark. „Du auch.“
Wenn Leute nicht wissen, was das bedeutet, finden sie es super. „Och Gott, der denkt ja an alle.“ „Was ein soziales Kind.“ „Ja, mein Kleiner, soll ich auch eins nehmen?“

Erst wenn ich erkläre, dass Johann genauso egoistisch ist wie alle Kinder in dem Alter, ist das Gelächter groß. Man muss aber auch dazu sagen, dass ich selber ständig darauf hineingefallen bin. Aber wenn man die ganze Situation nüchtern betrachtet, ist es schon glasklar, dass er genau so reagiert. Wenn ich Wasser einschütte frage ich immer „Möchtest  du auch?“ Wenn ich mittags sage: „Ich habe jetzt schon Hunger, du auch?“ Wenn Kinder irgendwas machen frage ich ihn „Möchtest du das auch?“.
Ich muss mich also gar nicht darüber wundern.

Ich könnte hier noch ewig weiter schreiben – aber ich glaube, ich entschließe mich dazu, euch nach und nach mit kleinen, witzigen Geschichten von Johann zu versorgen :)

Zu guter Letzt bin ich euch noch den Gewinner der Dinosaurier-Lichterkette schuldig.

Also….Trommelwirbel: Es ist Marleen. Bitte melde dich doch bei mir und schick mir deine Adresse!

Wie bringen eure Kinder euch eigentlich zum Lachen?

xoxo, nora.

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Was lange währt…

…wird ENDLICH gut?

Naja, das war meine Devise beim Fertigstellen meines letzten großen Häkelprojekts. Ja, des letzten. Ich habe die Nase voll.

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Warum? Weil diese Decke mir den letzten Nerv geraubt hat. Nicht nur, dass ich sie seit fast 2 Jahren bearbeite – nein. Das würde ja noch gehen, ich bin halt manchmal eine Trantüte.

Als ich am Freitag-Abend die Decke fertig gestellt habe und einen Rand um sie gehäkelt habe, habe ich sie gleich in die Waschmaschine gesteckt und sie einzeln gewaschen. 15 Minuten mal durchspülen, aufhängen fertig.

Denkste!
Meine supertolle Waschmaschine hat einen Sensor und kommt anscheinend nur mit einer ordnetlichen Portion Wäsche klar, NICHT aber mit einem Wolldeckchen.

Der Schleudergang wollte aus dem Grund auch nicht so richtig schleudern, also habe ich die Decke noch mal mit einer Ladung weißer Wäsche mitgewaschen, aufgegangen, getrocknet…und mich dann gefreut?

Ja. Über 4 aufgegangene Stellen weil ich anscheinend so schlampig gearbeitet habe (oder der Schleudergang die vernähten Fäden rausgeschleudert hat) und eine gar nicht mehr so perfekte Decke.

Also Rand aufgeribbelt, Stellen ausgebessert und Rand NICHT wieder drangemacht. Weil ich die Nase voll hatte. Und weil ich mir einrede, dass die Decke jetzt „mitwachsen“ kann.

Alles in allem bin ich aber ganz zufrieden mit dem Endresultat.

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Sie ist nicht besonders groß, passt aber genau auf Johanns Bett (was, wie ihr sehr IMMER noch bei uns im Schlafzimmer steht).

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Aus meinen alten Fehlern habe ich gelernt. Die Decke ist nicht aus 100% Baumwolle, denn dann wäre sie zu schwer. Und ich habe sie mit einer größeren Häkelnadel als angegeben verarbeitet, damit sie schön weich und nicht so starr wird.

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Falls ich entgegen aller Erwartungen noch ein Kind bekommen sollte, hoffe ich, dass es auch ein Junge wird. Oder, falls nicht, muss es trotzdem in einer hellblauen Babydecke schlummern. Denn das wars.

So eine Häkeldecke ist zwar ganz toll und auch sicher eine schöne Erinnerung aber trotzdem bin ich nun froh, dass sie endlich fertig ist.

Gott sie Dank LIEBT Johann sie. Er mag sowieso viel, was ich selber nähe oder häkele – er steht dann wirklich neben der Nähmaschine und wartet bis ein Teil fertig ist. Setzt sich auf meinen Schoß und schaut, was ich mache. Ich hoffe, er versteht, dass in allem, was ich da mache, viel Arbeit drinsteckt. Ich hoffe wirklich, dass er zu schätzen weiß, was viele andere nicht können.

Vielleicht ist auch genau das der Grund, warum ich keine Kinderklamotten nähen möchte, obwohl ich da schon oft drauf angesprochen wurde. Wenn mich entfernte Bekannte fragen, ob ich für H&M-Preise etwas nähen könnte – natürlich nur in Bio-Qualität – da muss ich immer verständnislos den Kopf schütteln und sagen, dass sie das dann doch selber machen sollen. Selber machen ist teuer, zumindest wenn man „gute“ Stoffe nimmt. So ein toller Bio-Jersey kostet halt gerne mal 25€/Meter.

Da nähe ich doch lieber weiter für die Tochter meiner Freundin – die mir dann im Gegenzug eine Jacke für Johann häkelt ;) Denn wie gesagt… die Häkelnadeln werden nun für eine lange, lange Zeit im Schrank verstaut.

xoxo, nora.

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Diese Sache mit dem Aussehen

Manchmal muss ich morgens ganz schön schlucken, wenn ich in den Spiegel schaue und mir dann immer wieder im Kopf mein Mantra aufsage „Du siehst super aus.“

Wer jetzt denkt “ Ist die eigentlich total bescheuert?“, der hat wahrscheinlich recht. Aber nicht damit, dass ich das nicht vielleicht doch denke. Dazu aber nun mehr:

Ich bin die wahrscheinlich faulste Person der Welt, wenn es darum geht, sich um mich zu kümmern. So was wie Augencreme habe ich mir zwar neulich gekauft, aber mich nicht wirklich überzeugt. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Creme-Industrie einfach immer die gleiche Creme in unterschiedliche Gefäße füllt und dann was anderes draufschreibt.

Also lebte ich mein Leben mit irgendeiner Creme, die gerade im Haus war, an besonders schlechten Tagen durfte sich mein Gesicht auch mal über Handcreme freuen (steht ja ehr nur was anderes auf der Packung drauf ;)) und machte mir keine Sorgen über mein Aussehen. Bis mir neulich ein alter Foto-Kalender in die Hände fiel.

Und das war der Zeitpunkt, an dem ich mein „Du siehst super aus“-Mantra etwas in Frage stellen musste.

Richtig erschreckend ist es als allmorgendlich, wenn ich meine Kontaktlinsen einsetze – denn hey, wenn man ehrlich ist, OHNE Kontaktlinsen könnte ich wirklich eine super Haut und einen noch besseren Körper haben ;)
Mit sieht man mir dann doch schon den jahrelangen Verfall an.

Richtig schlimm wurde es dann vor Karneval, eine kleine Neurodermitis-Attake, ausgelöst durch Heizungsluft hatte mich schwer im Griff, so dass ich im tiefsten Winter alle Heizungen ausstellen und mein Gesicht auf Kortison einstellen durfte.

Yay. Dinge, die die Welt nicht braucht. Schön auch, das Passbild für meinen neuen Führerschein habe ich an Tag X, dem schlimmsten aller schlimmsten Flecken-im-Gesicht-und-kein-Make-up-benutzt-Tage gemacht. Jeder Polizist wird mir spätestens nach Ansehen des Führerscheins diesen ohne Überprüfen der Papiere zurück ins Auto werfen.

Naja, wenn ich nun wenigstens dazu noch 90-60-90-Maße hätte, wäre das ja nicht so schlimm. Die Welt weiß, Make-up kann viel.

Aber so ist es nicht. Die beste Figur jemals hatte ich, als ich noch gestillt habe. Aber das ist nun schon lange vorbei, meine Essgewohnheiten des Stillens konnte ich aber nicht so richtig unter Kontrolle bringen.

Aber als es dann Richtung Karneval zuging und ich ein bisschen Angst vor meinem alten Kostüm bekam, was höhnisch-grinsend im Schrank lag. Ein Marienkäfer-Kleidchen. Ich dachte mir die ganze Zeit „Warum hast du dir denn bitte keine flotte Biene gekauft, dann hättest jetzt wenigstens als fette Hummel gehen können“ aber NEIN, es musste ja ein NIEDLICHER Marienkäfer sein.
Aber das Kostüm anprobiert hatte ich trotzdem nicht. Man muss sich ja nicht alles im Vorfeld schon versauen.

Bei den letzten Besorgungen vor den jecken Tagen habe ich dann meinen Tiefpunkt erreicht und ich habe das unaussprechliche getan und einen Taillenformer anprobiert (z.B. von Witt-Weiden). Also es gibt gute und schlechte Seiten. Die guten: Man sitzt gerade, dieses „Gerät“ gönnt einem nicht viel Freiraum und formt, was das Zeug hält. Die schlechte: Unsexier geht´s dann nicht mehr (was mir ja egal sein konnte, ich war ja eh alleine zu Hause).

Ich habe mich am Ende aber doch gegen den Kauf des Taillenformers und für den Kauf einer Bauch-Beine-Po-Strumpfhose entschieden. Aber bald bin ich auf einer Hochzeit und dann geb ich dem Ding vielleicht eine Chance, eventuell mit all seinen anderen formenden Brüdern und Schwestern wie Höschen, BH, usw.

So, und wer nun denkt „super, die hat es eingesehen“, der täuscht sich. Durch eine strickte Diät habe ich kurzerhand 3 Kilo abgenommen (das waren diese böse, die auf der Hüfte) und mein bibbern in der Wohnung wegen ausgestellter Heizung hat anscheinend nicht nur meine Fettverbrennung angeheizt, nein, auch war die Neurodermitis pünktlich zu Weiberfastnacht fast ganz verschwunden.

Ob das nun die ganzen Gedanken rechtfertigt sind, sein mal dahingestellt (ich glaube nicht), denn es hätte ja auch viel einfacher gehen können. Heute Nacht, als ich mal wieder wach lag wegen Fuß im Gesicht und warmen Arm an meinem Arm, da habe ich es mir vorgenommen: Sport! Ich glaube, das muss das Wundermittel sein. Die nächsten 2 Wochen mit Johann genieße ich noch aber dann, wenn er im Kindergarten ist, werde ich Sport machen.

Ganz bestimmt.
Also ganz sicher ganz bald.
Spätestens dann vor dem nächsten Karneval ;)

Xoxo, Nora.

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