2. Woche – und der erste Wachstumsschub!

Natürlich habe ich es schon wieder nicht pünktlich geschafft – nicht, weil keine Zeit über ist sondern weil ich am liebsten die Zeit mit Johann verbringe. Ich muss mich einfach in seinen Schlafenszeiten aufraffen und nicht vor ihm sitzen und denken, wie süß er doch ist.

Die zweite Woche mit Baby und ohne Babyblues lief super. Auch der Probelauf gestern ohne Papa hat wunderbar funktioniert, auch wenn mir dann ein bisschen der Gesprächspartner fehlt. Aber auch daran werden wir uns gewöhnen.

Bis jetzt haben wir jeden Tag geduscht, gekocht und die Wohnung sauber gehalten – ich hoffe, das können wir beibehalten, denn wenn ich eins nicht leiden kann, dann eine schmutzige, unaufgeräumte Wohnung.

Alles in allem habe ich mir das Leben mit Säugling anders vorgestellt, nicht so…gemütlich sagen wir mal. Ich genieße jetzt wirklich die Zeit mit dem kleinen Maulwürfchen.

 

1 Woche Baby sein:
Lieblingsbeschäftigung: trinken, trinken, trinken. Und wachsen. Und süß sein.
Mama- oder Papakind: beides
Darauf bin ich stolz: Erster Wachstumsschub ist überstanden und heute habe ich Mama und Papa bis 10 Uhr schlafen lassen.
Das mag ich gar nicht: Hunger und Albträume.

1 Woche Mama sein:  
Neue Erkenntnisse: Man kann auch mit Kind prima weggehen!
Schreckmoment: Johann macht Geräusche wie ein Drachenbaby beim Einschlafen.
Dafür fehlt die Zeit: Noch kann ich alles machen, Papa hat noch Urlaub.
Der glücklichste Moment: Der erste Schub scheint vorbei zu sein.
Nächte/Schlaf: Jetzt wieder besser, drei Nächte waren nicht ganz so toll.
Darauf freue ich mich: Die Taufe am Sonntag.
Das macht Mama glücklich: Alle alten Klamotten passen wieder!

1 Woche Papa sein:
Neue Erkenntnisse: Keine.
Schreckmoment: Ich muss nächste Woche wieder arbeiten.
Dafür fehlt die Zeit: Für meine Freundin.
Der glücklichste Moment: Jeder mit dem Baby.
Nächte/Schlaf: In Ordnung.
Darauf freue ich mich: Auf das Wochenende.
Das macht Papa glücklich: Schlafen.

Und hier kommt das Bild aus der zweiten Woche. Ich stehe immer noch in Verhandlung mit Felix, ob man hier mal ein Bild vom kleinen Mann zeigen darf…bleibt abzuwarten. So lange Bilder von schräg oben ;)

So, ich muss jetzt wieder zurück zu Johann.
So klein ist er morgen nicht mehr ;)

Xoxo, Nora.

 

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Was wir vom Leben erwarten – und wenn es dann doch anders kommt.

Ich erwähnte ja schon, dass ich auf jeden Fall noch einen Post zur Geburt schreiben wollte. Die Geburtsgeschichte selber gab es schon, aber alles, was es in mir angerichtet hat, dazu fand ich noch keine Zeit es niederzuschreiben.

Nun – 2 Wochen nach der Geburt – versuche ich mich mal ausführlicher mit dem Thema auseinanderzusetzten.

Wie ich ja schon erwähnte, spielten 1000 Kleinigkeiten mit, dass es Johann so schnell und gesund in die Welt geschafft hat.
Ich bin so dankbar, dass ich genau an dem Tag genau zu dieser Zeit im Krankenhaus war und mein kleiner Maulwurf es so unbeschadet überstanden hat.
Im Gegensatz zu seiner Mama.

Natürlich, die Wunde ist gut geheilt, ich war schnell wieder auf den Beinen und bis auf ein paar Nachwehen und doch ein paar Schwangerschaftsstreifen würde man nicht denken, dass ich vor 2 Wochen Mutter geworden bin.
Aber ich muss sagen: Ich hatte einen nicht ganz so glanzvollen Start, wie ich es mir gewünscht hatte. Der Babyblues hatte mich fest im Griff und das war vielleicht ein ekliges Gefühl!

Von so vielen Müttern hört man ja immer, dass Babies die reinste Erfüllung sind, dass sie nun überglücklich wären und keinerlei Zweifel an der Verbindung zwischen ihnen und dem Kind haben.

Zu diesen Menschen gehöre ich nicht. Leider.

Ich habe 1 Woche lang fast nur geweint, mir war alles zuviel. Stillen hat am Anfang überhaupt nicht geklappt, der Schlafmangel und die ständige Angst haben mir das Leben schwer gemacht und noch schwerer, mich auf mein Kind einzulassen. Dabei ist Johann ein so liebes Kind.

Ich habe gelesen, dass der Babyblues und die Bindung zum Kind bei einem Notkaiserschnitt etwas schwieriger ablaufen. Ich habe zwar keinen Vergleich, aber ich kann es mir vorstellen.

Ich bin schwanger ins Krankenhaus gegangen und mir unter der Geburt nicht viel vorgestellt, ich hatte keine Erwartungen. Aber vor meinem inneren Auge hatte ich immer das Bild, dass sie mir das Kind nach der Geburt in den Arm legen. Dass man quasi das Gefühl hat, dieses Baby ist nun „geboren“ und hat meinen Bauch verlassen.

Bei einem geplanten Kaiserschnitt hat man wenigstens die Chance, sich darauf vorzubereiten.
Aber so wurde es uns etwas schwieriger gemacht.
Heute muss ich noch weinen, wenn ich daran denke, dass ich Johanns ersten Schrei nicht gehört habe, ich nicht die erste war, die ihn auf dem Arm hatte und ihn nicht sofort sehen konnte.
Das hört sich vielleicht banal an, aber das war alles, was ich mir vorgestellt habe. Der Weg zur Geburt, die Wehen und alles Drum und Dran, das war für mich ein großes Fragezeichen.

Ich weiß dass viele Schwangere meinen Blog lesen und vielleicht nun Angst bekommen. Das will ich damit nicht erreichen, indem ich das schreibe.

Ich meine damit nur, dass wirklich die Geburt nicht immer so abläuft, wie man sich das vorstellt und dass man sich nicht auf etwas versteifen sollte, denn es kommt vielleicht ganz ganz anders.

Aber eines kann ich ganz sicher sagen: Der Babyblues wird besser. Man weiß ja, dass es so ist, man kennt es aus Erzählungen und aus Büchern. Aber wenn er kommt, ist man nicht vorbereitet. Und man denkt, dass es niemals aufhören wird.

Bei mir ist es um Längen besser geworden mit dem ersten Wachstumsschub von Johann am 11. Lebenstag. Ich habe von Wachstumsschüben noch nie etwas gehört, aber meine Hebamme sagte mir, dass alle Zeichen darauf hindeuteten.
Sie erklärte mir, dass Johann nun ganz besonders viel trinken wolle (ohhh ja!), ganz viel Nähe sucht und unruhig schlafen würde. Vielleicht würde er auch öfters spucken – alles war der Fall. Das Baby würde nun neue Dinge lernen und hat einen enormen Stress dadurch – klingt ja irgendwie logisch, wenn man bedenkt, was mit 11 Tagen alles um einen herum passiert.
Das war der Moment, als ich mein Baby zu 100% angenommen habe. Es war kein Mitleid, was ich empfand, sondern das unglaublich wahnsinnige Gefühl, ihn zu beschützen und ihm seine „schwere Zeit“ erträglicher zu machen. Ich habe gemerkt, dass er nachts immer häufiger geweint hat, nicht wegen Hunger, sondern einfache Unruhe. Ihm reichte es dann, wenn ich ihn in den Arm nehme und ihm über den Kopf streichelte.

Es ist so ein gutes Gefühl, dass ich jemanden mit meiner Gegenwart beruhigen kann. Dass es jemanden gibt, der mich so nimmt, wie ich bin und mich auch nicht anders will.

Es ist so ein gutes Gefühl, eine Mutter zu sein.
Und das ist es, was alles andere entlohnt.

Xoxo, Nora.

 

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1. Woche – Willkommen im Leben!

Erst einmal möchte ich mich an dieser Stelle für die ganzen lieben Glückwünsche bedanken – WOW! So viele Menschen haben mir geschrieben, geemailt und Kommentare gepostet. Ich bin überwältigt und musste bei vielen Kommentaren das ein oder andere Tränchen verdrücken. So ganz sind die Hormone noch nicht wieder auf dem Damm.

Die erste Woche mit Johann war eins: neu und aufregend!
Ich hatte leider nicht nur an der Geburt sondern auch sehr am Baby Blues zu knabbern, hinzu kam, dass ich sehr, sehr enttäuscht von einem gewissen Menschen war,  da war das Heulen vorprogrammiert.
Aber das Baby macht alles wieder gut, wenn ich sehe, wie lieb und pflegeleicht (toi, toi, toi) es diese erste Woche war).

Was mich am meisten fasziniert ist das Schlaf-Gen, was ich meinem Sohn anscheinend vererbt habe. Bis auf einen Tag (wo er alle 3,5 Stunden nachts wach wurde) konnten wir durchschlafen und er lässt uns, wenn wir nicht selber wachwerden, meist bis halb 10 schlafen (auch jetzt liegt er grade schlafend neben mir).

Weil mir die Idee von Svenja so gut gefällt, mach ich natürlich mit, ich bin auch glücklich, dass ich es bei den Schwangerschaftsposts gemacht habe, man hat einfach eine bleibende Erinnerung.

1 Woche Baby sein: 
Lieblingsbeschäftigung: trinken und aus dem Fenster gucken. Und süß sein.
Mama- oder Papakind: In den ersten 4 Tagen Papa, nun aber eher die Frau mit der Nahrung ;)
Darauf bin ich stolz: Meine Mama trotz Baby Blues zum Lachen zu bringen. Und meine Geburtsgewicht dank Essensleidenschaft schon wieder zu haben.
Das mag ich gar nicht: gewickelt zu werden.

1 Woche Mama sein:  
Neue Erkenntnisse: Das alte Leben ist vorbei.
Schreckmoment: tausende. Ich bin eine schreckliche Gluckenmama.
Dafür fehlt die Zeit: Essen. Immer wenn wir essen wollen, möchte Johann das auch.
Der glücklichste Moment: Johann schläft durch.
Nächte/Schlaf: Super! Im Schnitt sind 8–9 Stunden Schlaf schon drin, meist mit einer Unterbrechung.
Darauf freuen ich mich: Heute mit Johann raus zu gehen. Und auf meine alten Jeans. So würden passen, wären die schmerzende Wunde nicht.
Das macht Mama glücklich: Wenn Johann mich zufrieden und neugierig anschaut.

1 Woche Papa sein:
Neue Erkenntnisse: Vater sein ist super :)
Schreckmoment: Der Not-Kaiserschnitt
Dafür fehlt die Zeit: Mein „vorheriges“ Leben
Der glücklichste Moment: Den Kleinen das erste Mal im Arm zu halten.
Nächte/Schlaf: Da sag ich jetzt mal besser nix zu :) Läuft.
Darauf freuen ich mich: Die kommenden Tage mal wieder was rauszugehen (auch mit Kind) und Freunde wieder treffen.
Das macht Papa glücklich: All die schönen Momente zu dritt.

So und hier kommt das erste Foto vom kleinen Johann. Ja, ich weiß, man erkennt ihn nicht. Ich stehe noch mit dem Papa in Verhandlung, ob Babybilder auf den Blog gehören oder nicht. Aber ich sage mal so: Johann ist eine Miniaturausgabe von Felix. Sowohl vom Aussehen, wie vom Wesen.

Ab der nächsten Woche kommt dieser Post wohl hoffentlich auch immer Montags, diese Woche habe ich es leider nicht geschafft.

So und nun kümmere ich mich mal um mein Schluckauf-geplagtes Baby.

xoxo, Nora.

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