Freebook: Die Erdbeertasche

Guten Morgen, liebe Leser.

Und ja, es ist verrückt! Ich lebe noch!

Dadurch, dass ich nun wieder arbeite, verbringe ich meine freie Zeit anders als vor dem Rechner. Ich habe ganz viel genäht, gebastelt und vor mich hin- gewerkelt, hatte jedoch fast keine Zeit, das zu fotografieren. Allerdings habe ich auf dem Buttinette-Blog eine Anleitung von der Erdbeer-Tasche gepostet, die damals bei Instagram (mein Name dort ist übrigens nora_aredapple) ganz gut ankam. Zwar – und hier muss ich mal auf einen Kommentar eingehen, der auf dem Blog gepostet wurde – kann man sie auch für einen Euro beim DM kaufen, aber dann hat man ja die für einen Euro und keine selbstgemachte ;)

Und weil ein Post mit Bildern immer schöner ist als einer ohne, kommt hier auch nochmal die Anleitung.

Da das Thema „Plastiktüten vermeiden“ zur Zeit in aller Munde ist, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, um auch meinen Beitrag dazu zu leisten. Ein Beutel, der schön ist und leicht verstaubar und am besten immer in der Handtasche dabei ist – der sollte es sein. Die Erdbeertasche ist es geworden (und hier habe ich das Rad nicht neu erfunden, ich gebe euch nur die Anleitung, wie man es macht ;))

Verwendet habe ich folgendes:

70 cm Hauptstoff, 25 cm grün gepunkteten Stoff, 25 cm rot gepunkteten Stoff, Schrägband, Gummiband, Kordelstopper

Zuerst druckt ihr schnittmuster (auf A4) aus und schneidet es im Stoffbruch zu.
Ich biete hier das Schnittmuster mit einem Henkel an, natürlich kann man dieses abwandeln, an der Herangehendweise ändert sich nichts.

Danach schneidet ihr aus dem roten und dem grünen Stoff jeweils ein Quadrat in der Größe 22 x 22 cm zu.

Das eine wird dann diagonal, das andere vertikal geteilt.

Nun werden die Taschenteile links auf links gelegt und an den markierten Seiten zusammengenäht.

Gewendet sieht sie dann so aus.

Weil die Ränder noch nicht so hübsch aussehen, umnähen wir sie mit Schrägband. Das braucht ein bisschen Übung um ein gleichmäßige Naht zu bekommen.

Wenn ihr einmal ganz rund genäht habt , klappt ihr kurz vor Ende das Band einmal nach innen um einen Abschluss zu bekommen und näht darüber.

Nun geht es an die kleine Erdbeertasche. Dazu könnt ihr schon einmal das Bügeleisen aufwärmen, das wird jetzt gebraucht.

Die grünen Streifen bügelt ihr einmal in der Mitte längst. Dann schlagt ihr die Innenseiten 0,5cm ein und dämpft auch einmal diese Seite.

Diese wird nun abgesteppt.

An den roten Dreiecken wird nun jeweils die Längst-Seite gedämpft.

Nun legt ihr den grünen Streifen mittig auf die lange Seite des roten Dreiecks und steckt alles fest, das sollte so aussehen:

Nun werden die beiden Teile verbunden. Dazu habe ich mit einer halben Füßchenbreite die Teile zusammengenäht.

Damit später die Kordel in der Führung bleibt, muss nun noch am unteren Ende der Tasche ca. 1cm vom roten Rand der grüne Streifen zusammengenäht werden. Das sieht so aus:

Und von hinten wird es dann so aussehen:

Die Dreiecke werden nun an den kurzen Seiten geschlossen, gewendet und die Ecken werden ausgedämpft.
Dann steckt man eine Ecke des großen Beutels in das kleine Täschchen, was entstanden ist.

Die Tasche wird am Rand auf den Beutel gesteppt.

So. Fast fertig! Nun wird die Kordel oder in unserem Fall das Gummiband durch die beiden Tunnel gezogen, der Kordelstopper wird eingeklemmt und das Gummiband verknotet.

Und schon habt ihr eine ganz tolle Tasche zum mitnehmen!

Ich hoffe, ihr habt viel Spaß beim Nachnähen! Und ich hoffe nun auch für mich, dass ich ein bisschen fleißiger hier bin.

xoxo, Nora.

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Ein Lebenszeichen

Hallo!

Ich habe einen Kommentar erhalten, ob wir noch leben – ja, das tun wir. Und zwar so richtig.

Johann‘s Geburtstag haben wir gut hinter uns gebracht, erstaunlicherweise war es eine sehr große Feier. Und den Kindergeburtstag haben wir auch gleich mitgefeiert. Ich fand es schön und Johann möchte seitdem jeden Tag Geburtstag haben. Verständlich! Wer will das nicht? Aber jetzt bin ich erstmal dran mit Geburtstag, hab ich ihm gesagt.

Danach waren wir noch auf der Hochzeit von ganz lieben Freunden. Mit Kleinkind ist so eine Feier nicht unanstrengend, war aber trotzdem total schön.

Ab dem 1. Juni gehe ich wieder arbeiten, zwar nur 50%, aber ich beteilige mich wieder am Leben da draußen. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so Spaß machen würde, aber das tut es.

Wenn ich Johann nach der Arbeit abhole, ist es immer total schön. Seit ich mich auch räumlich von ihm distanzieren muss, genießen wir die Zeit anders. Sinnvoller irgendwie.

Felix‘ Mama hat mal gesagt, dass die schönste Zeit als Mama die Zeit ist, wenn das Kind zwischen zwei und drei ist. Bis jetzt kann ich das unterschreiben.

Johann ist süßer denn je, spielt auch schon richtig lange Zeit am Stück für sich und mein Herz könnte platzen, wenn ich ihm dabei zuhöre. Er erzählt sich seine kleinen Geschichten und singt manchmal vor sich hin. Er hilft wirklich gut bei alltäglichen Arbeiten wie Tisch decken, Wäsche in die Waschmaschine bringen, Hof fegen (verbesserungsfähig), Müll wegzuschmeißen. Kleinigkeiten halt, die ihm aber anscheinend Freude machen.

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Er hat die Gabe, die er hoffentlich niemals verlieren wird: Er kann sich wahnsinnig über Kleinigkeiten freuen. So sehr, dass er manchmal ausflippt vor Glück. Ich höre ihn ganz oft vor Freude schreien. Wie hier zum Beispiel. Da hat er sich so sehr gefreut, dass er den Ballon der Braut halten durfte.

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Aber nun haben wir mal genug über Johann geredet.
Auf dem Blog wird es demnächst wieder mehr zu lesen geben – unter anderem auch eine Anleitung, wie man eine faltbare Einkaufstasche näht – und wie eins der Bilder von oben auf Acryl aufgezogen aussieht.

Und vielleicht gibt es auch wieder was über Johann zu lesen ;)

Xoxo, Nora.

1 Kommentar

Lieber Johann,

nun ist es noch genau eine einzige Woche zu deinem zweiten Geburtstag. Ich bin mir sicher, dass du überhaupt nicht weißt, wie toll es ist, Geburtstag zu haben. Deine Mama hat sich eben nochmal ihre Schwangerschafts-Post durchlesen und erstaunt habe ich bemerkt, dass ich mich an all das gar nicht mehr erinnern kann. Ich weiß nur, dass ich die ganze Zeit so aufgeregt war, wann denn endlich die Geburt losgehen würde.

2 Jahre ist es schon her. 2 Jahre!
Du bist so ein großer, lieber Junge geworden. Richtig erzählen kannst du jetzt schon. Ich bin so erstaunt, wie viele Wörter du tagtäglich lernst, vor 2 Monaten hast du nämlich noch nicht besonders viel geredet. Jetzt kann ich dich schon fragen, wie es im Kindergarten war und was es zu Essen gab und bekomme eine klar verständliche Antwort. Manchmal kann ich das wirklich nicht glauben.

Hüpfen kannst du nun auch endlich. Das hast du aber auch so lange geübt – du wolltest es unbedingt können. 1000 mal bist du hingefallen, 1000 mal hast du es wieder versucht. Vielleicht hast du doch auch etwas von mir: Diese Eigenschaft kenne ich von mir.

Ansonsten sehe ich deinen Vater in dir. Und zwar nur deinen Vater. Das Gesicht, die Mimik, alles ist von ihm. Neulich hatte ich kurz gedacht, dass du wenigstens Locken bekommst – aber du hast nur mit feuchten Haaren geschlafen.

Ich bin natürlich nicht traurig darüber, du bist das wundervollste, schönste Kind der Welt. Ich würde mich aber gerne ein wenig erkennen. Ich weiß, dir ist das total egal. Du bist das Mama-Kind durch und durch. So, wie man sich ein Mama-Kind vorstellt.

Abends kannst du nicht schlafen, ohne meinen Arm zu kraulen, ich muss dich überall mit hinnehmen und du bist mein zweiter Schatten. Oft tue ich etwas genervt, aber natürlich bin ich das nicht, mein liebes Kind. Ich nehme dich gerne mit ins Bad, ich mag es auch, wenn du deine Nase gegen die Scheibe drückst, wenn ich dusche.

Ich weiß, es wird nicht immer so sein. Ich weiß, schon morgen kann es sein, dass du alleine einschläfst, dass du ans Müsli selbst drankommst, dass du mich nicht mehr brauchst um deine Windeln zu wechseln.

Du wirst bei Freunden übernachten und riesig werden und das ist ja auch richtig so.
Aber lass uns beide noch ein bisschen die Zeit genießen, die für uns beide so besonders ist.

Vor zwei Jahren hätte ich gedacht ich wäre heute ein anderer Mensch. Ich wußte damals nicht, dass ich das kleine Menschlein im Bauch so sehr lieben würde und dass das lieben nicht etwa weniger wird, sondern solche Maße annimmt, die nur eine Mama nachvollziehen kann.

Kurz vor deinem 2. Geburtstag muss ich es dir wieder sagen: Ich bin stolz auf dich. Ich bin so stolz, deine Mama zu sein und ich liebe es, deine Beschützerin auf deinem Lebensweg sein zu können.

Du bist das beste – das allerbeste – was mir jemals passiert ist und ich liebe dich von ganzem Herzen.

Unbenannt

10000 Küsschen von deiner Mama.

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