Das Lavendel-Nilpferd

Tun wir einfach mal so, als ob heute Wochenende wäre, dann kommt mein Post auch einigermaßen pünktlich…

Wie ich schon letztens erwähnt habe, hat Johann manchmal Probleme mit dem Einschlafen. Er kommt da sehr nach mir und findet einfach keine Ruhe. Er wälzt sich hin und her, stöhnt herum und ist aber eigentlich hundemüde.
Mit meinem (wohlgemerkt anthroposophischem) Kinderarzt habe ich über dieses Problem geredet und er beruhigte mich, indem er mir klar machte, dass einige Babies halt so ihren Tag verarbeiten, abends gerne mal schreien und unruhig sind.

Er legte mir Lavendel ans Herz.

Seitdem massiere ich Johanns Füßchen abends immer mit Lavendöl und habe ihm ein kleines Nilpferd genäht mit Lavendelblüten.
Ich hatte noch ein Stück Babycord über und die Farbe eignete sich einfach perfekt für ein Nilpferd.

Das ist es:

 

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Und damit Johann auch eines Tages weiß, dass seine Mama das Stofftier genäht hat, hab ich auch endlich mal ein Namesbändchen mit eingenäht.
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Jetzt fragen sich sicher ganz viele Mamas, ob es geholfen hat?
Ich kann nicht ja und nicht nein sagen.
Ich weiß, dass die größten Lügen beim Kinderkriegen ums Durchschlafen geht, ich lüge nicht.
Manchmal schläft er durch, manchmal nicht. Manchmal wacht er alle 2 Stunden auf, manchmal alle 6.
Ich bekomme meistens 8 Stunden Schlaf (wenn auch nicht am Stück) und das ist für mich ok.

Denn wenn es so ist wie heute Nacht, wo ein kleines Patschehändchen kommt und meine Nase streichelt…wie kann ich dann böse sein, dass ich wach bin?

Das Nilpferd selber liegt übrigens in Johanns neuem Kinderbett.
Eigentlich sollte das Bett nur eine Übergangslösung sein, bis das Bett, was wir uns ausgesucht haben, endlich lieferbar ist. Aber wie es immer so ist mit den Übergangslösungen gefällt es mir nun ganz gut.

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Und wenn ich mir mein Schlafzimmer so ansehe werde ich ein bisschen wehmütig, dass wir wegziehen.
Und dann schaue ich mir immer die Bilder unserer neuen Wohnung an und verspreche: Es gibt bald nicht nur eine Bilderflut an Wohnungsbildern sondern auch einige neue Möbel.
Ich bin vor Vorfreude schon ganz ausser Rand und Band ;)

xoxo, Nora.

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Ein Lebenszeichen

Jawohl, ich lebe noch.
Viele Mütter wissen, warum ich keine Zeit habe zum Schreiben.
Zwischen Windeln wechseln, stillen, waschen und Haushalt bleibt nur ein wenig Zeit und die verbringe ich mit spazieren oder nähen.
Ich nähe Hosen, Stofftiere, Wärmekissen, alles was Männlein so braucht und habe keine Zeit darüber zu bloggen.

Am Wochenende zeige ich euch aber mal das Lavendel-Nilpferd, was ich nach einer völlig katastrophalen Nacht genäht habe.

Bis dahin bleibt gespannt, bald geht es hier nämlich weiter.
Wirklich und versprochen.

xoxo, Nora.

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Wie 4 Monate alles verändern

Heute vor 4 Monaten hat sich mein kleiner Sohn auf den Weg zu uns gemacht.
Seitdem ist viel passiert. Wir haben gelacht, wir haben geweint (immer nur vor Freude), wir haben schlecht geschlafen, wenig gegessen und uns kennengelernt.

Und eins habe ich für meinen Teil gelernt: Mein altes Leben passt mir nicht mehr. Ob es zu groß oder zu klein geworden ist, das weiss ich nicht. Aber weder passt es, noch steht es mir.

Damals habe ich für das Wochenende gelebt, ich habe die Nacht zum Tag gemacht und jedes Bier war eins zu wenig.

Das ist nun vorbei. Mein Leben besteht aus kuscheln, Windeln wechseln, Kinderlieder vorsingen, lustige Tiergeräusche machen und meinen Sohn bestaunen.

Wenn abends ein lautes Auto auf der Straße vorbeifährt, dann nervt mich das total, wenn ich mit dem Kinderwagen in die völlig überfüllte Innenstadt gehe, bin ich genervt und wenn ich schon wieder mal für eine Party absage, dann merke ich das.

Oft wird es mir schmerzlich bewusst, dass nun alles anders ist, aber die meiste Zeit ist die Freude über die Fortschritte von Johann viel viel größer.

Wir haben lange nach einer Wohnung geschaut, die wir uns leisten können. Es ist nicht so, dass wir am Hungertuch nagen, aber wir haben es uns zum Ziel gemacht, dass ich drei Jahre zu Hause bleiben werde.

Natürlich muss man hier Abstriche machen. Ich spare jeden Euro, den ich über habe fürs nächste Jahr und das dadrauf und oft ist es jetzt schon nicht so einfach. Aber dann denke ich wieder an die Szene, die ich vor ein paar Wochen beobachtete, als ich bei einem Spaziergang an einem Spielplatz vorbei kam. Zwei – ich denke mal es waren – Tagesmütter waren mit ca. 5 Kindern auf dem Spielplatz und ich hörte nur ein Geschreie. Ein kleiner Junge ist dann zum Zaun gelaufen, das war wohl auch nicht recht und eine Tagesmutter schoss hinterher und zerrte ihn (nicht zimperlich) zurück. Dabei motze sie ihn die ganze Zeit an.
Dann wurde auf der Tischtennisplatte aus Tupperware Mittag gegessen und mir wurde wieder klar, dass ich das auf keinen Fall für Johann will. Ich soll die einzige sein, die ihn grob anpacken und anschreien darf. Ich will mich um ihn kümmern. Und ich will dass er am Tisch sitzen und essen soll. Nicht auf einem Spielplatz. Und dafür müssen wir was tun.

Als ich noch schwanger war sagten mir viele: Warte mal ab, du langweilst dich mit Kind, wie will man das finanziell stemmen und sowieso: Denk mal an deine Karriere.

Nein. Ich langweile mich nicht, ja, es ist schwer das zu stemmen.
Aber ich denke ganz bestimmt nicht an meine Karriere. Mein Kind ist in 3 Jahren 3 Jahre alt.
Und davon will ich nicht 2 verpasst haben.

Deshalb haben wir (nein, hauptsächlich war es Felix) einen Entschluss gefasst: Wir verlassen die Stadt und ziehen auf einen alten Bauernhof zu meiner Tante.
Johann hat dort ein eigenes Zimmer und viel viel VIEL Platz zum spielen.
Und unser Leben wird ein bisschen ruhiger, ein bisschen stressfreier und etwas langsamer. Man hat nicht immer sämtliche Attraktionen vor der Nase und spart vielleicht dadurch auch noch etwas Geld.

Ich würde lügen, wenn ich sage, dass die Entscheidung leicht war. Aber sie ist gut. Vor allem für Johann. Und das ist die Hauptsache.

Veränderungen sind nie leicht. Aber wer sagt, dass das neue Leben nicht wie angegossen passen wird?

Xoxo, Nora.

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