bye, bye

Ich sage direkt wie es ist: Ich bin ein Gewohnheitstier.

Ich esse gerne meine Lieblingsgerichte, bin gerne mit den gleichen Menschen zusammen und wohne gerne in meiner Wohnung.

Letzteres hat nächste Woche ein Ende.

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Weil es ja immer Ärger mit allen möglichen Menschen gibt, die an so einer Wohnung hängen (Vermieter, Nachmieter, Mama des Nachmieters), verlassen wir das sinkende Schiff zehn Tage früher als geplant.
Mit einem kleinen Kind sind 10 Tage enorm viel, vor allem wenn man zur Zeit noch alleine Kisten packt.

Dass wir nun früher als gedacht unsere Wohnung verlassen, bleibt mir Gott sei Dank nicht so viel Zeit für Wehmut.

Ganz im Gegenteil; man ärgert sich mit ganz schön vielen Dingen rum, die einem das Umziehen gar keinen Spaß machen lassen.

Trotzdem bin ich eben mit schwerem Herzen in unsere Straße eingebogen, in der das Haus steht, was fast sechs Jahre mein zu Hause war. Hier wurde gelacht, geweint, gestritten, gekocht, eine Schwangerschaft durchlebt und ein Baby nach Hause gebracht.
All das lässt es mir schwerfallen zu gehen, auch wenn ich weiß, dass mich etwas Neues, Schönes, vielleicht sogar Besseres erwartet.

In dieser Zeit wurde aus einer Wohnung ein zu Hause und aus zwei Menschen eine Familie.
All das ist für mich erwähnenswert, all das muss ich noch aufschreiben bevor ich nun weiter Kartons packe und ironischerweise einen Boden saugen werde, der nächste Woche rausgerissen wird.
Es ist ein komisches Gefühl sein Leben in kleine Kartons einzupacken, beschriften und irgendwo wieder auszupacken. Mir fällt das schwer und ich verstehe Menschen nicht, die gerne umziehen und denen es nichts ausmacht.

Ich hoffe für Johann, dass wir nicht oft umziehen werden – und vielleicht auf dem alten Bauernhof bleiben, bis Johann wahrscheinlich den Weg in die Stadt zurückgehen wird.
Wenn er nur ein kleines bisschen von seiner Mama hat wird das nämlich bestimmt passieren.

So, weiter gehts. Dies war ein kleines Lebenszeichen aus dem Chaos – mit einem lachenden und einem weinendem Auge.

xoxo, Nora.

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