„Ach wirklich, so teuer?“

Viele Menschen, die nähen, häkeln oder stricken (und tatsächlich auch etwas Photoshop oder Ahnung von Fotos hat) wissen vielleicht, wie ich mich fühle.

Ich höre so oft Sätze wie „Oh, das ist aber süß, kann man das bei dir bestellen? Wenn ja, wie teuer ist das?“ – und wenn ich dann den Preis nenne, fallen sie meist aus alles Wolken.

Ich muss nun mal ehrlich sagen – die Rehtasche, die ich letztens verkauft habe, kam bei einer Bekannten gut an. Ich sagte ihr, die Tasche kostet 16,50 Euro.
Ihr kommentar war: „Oh, das ist ja ganz schön viel, aber über den Preis kann man ja reden. Du machst die ja immer so fix.“

Soll ich mal was sagen? Nein. Kann man nicht.

Man kann sicherlich nicht mit mir darüber reden. Ich sitze an so einer Tasche ca. 3 Stunden für die Applikation und eine Stunde für den restlichen Schnick-Schnack. Das ist minus Materialkosten noch nicht mal ein Stundenlohn von 4 Euro. Und all das ist Handarbeit und mit bestem Wissen und Gewissen gemacht. Ich würde nichts in den Shop stellen, was ich selber nicht für gut befinde.

Natürlich war mir von Anfang an klar, dass ich mir keine goldene Nase verdiene und das wollte ich auch nie. Ich wollte einfach nur das machen, was ich gerne machen und das anbieten – wenn es jemand kauft freue ich mich, wenn nicht, dann verschenke ich es irgendwann. Ich setze mich da halt auch nicht unter Druck.
Trotzdem ärgert es mich, dass nur, weil man etwas kreatives macht, ständig von Leuten dann so (wie oben beschrieben) angesprochen zu werden.
Ich meine…nur weil ich gerne kreativ bin, heißt es NICHT, dass ich ständig irgendwelche Geburtstagskarten machen kann. Oder mich um Geschenke kümmern. Oder irgendeine kreative Idee ausspucke, wenn man mich anschaut. Das geht einfach nicht.

Es geht nicht immer zu sagen „Kannnst du nicht mal eben…ich weiss, dass das für dich immer ganz einfach ist.“

Hallo? Ich habe mir alles, was ich kann, selber beigebracht, habe mindestens 2 Jahre dafür viel gelesen, geübt, geflucht und kleine Erfolge gefeiert.
Wenn Leute denken, dass das alles so einfach geht, dann sollen sie es selber lernen.

An alle Leute, die das hier lesen und immer denken, dass Handarbeitsartikel zu teuer sind, die sollen mal eine Minute in sich gehen. Und mal überlegen, was man alles in 4 Stunden machen kann. Man kann ins Kino gehen und danach noch Essen.

Oder man kann eine Tasche nähen, die wirklich nicht überteuert ist.

Ihr müsst sie nicht kaufen, wirklich nicht. Das verlangt keiner. Aber bitte tut mir und den ganzen anderen Kreativen den Gefallen und verlangt für solche Arbeit nicht einen Preis von 9,95€. Kauft es doch dann lieber einfach beim H&M. Da bekommen die Leute, die das herstellen nämlich noch weniger und deshalb sind da die Sachen auch so günstig.

Wer Handarbeit will, muss zahlen. So ist es. Das ist ein Unikat.

Denkt einfach mal drüber nach.

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Über Photoshop-Plugins und optische Knicke

Als ich am Dienstag meinen besten Freund auf unseren neugestalteten Balkon auf ein, zwei (naja, drei+) Weinchen eingeladen habe, sagte er, dass es auf den Bildern, die er hier auf dem Blog gesehen hat, alles so freundlich wirkte.

Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich keines meiner Bilder hier bearbeite. Als Bildbearbeiterin blutet es einem das Herz, wenn man Bilder, die man selber nicht so gut findet, hochlädt.

Ausserdem muss ich auch sagen, dass ich mir gerne ordentliche Bilder anschaue. Ich liebe Blogs, bei denen man sieht, dass sich Menschen auch Mühe mit den Bildern geben.

Hier mal ein Vergleich:

Vorher:

Das erste Bild ist zu dunkel, wirkt trist und unfreundlich.
Da ich meine Fotos ja immer morgens mache, ist das auch immer so eine Sache. Ich bin müde, es muss schnell gehen und ich habe immer im Hinterkopf die Sicherheit, dass meine Bilder nicht perfekt werden müssen, weil ich sie noch bearbeiten kann. Wenn mein Vater das hört, bekommt er wahrscheinlich einen Anfall (er ist Fotograf), aber so ist es.

Dank eines tollen Blogs, den ich gerne lese, habe ich ein Photoshop-Plugin gefunden, von dem ich sage: Bombe.

Es heißt Totally Rad und es vereinfacht einem das Leben enorm.
Es gibt eine Trial-Version, die super ist. Man kann so ziemlich alles einstellen was Wärme, Sättigung , Schwarz-Weiß-Umsetzung usw. betrifft.

Was mir daran gut gefällt ist, dass bei Mouseover direkt die Vorschau des Bildes aktualisiert wird.
Wie gesagt: Einfach = gut.

Natürlich sieht man am oben gezeigten Beispiel, dass man schon mehr machen muss (wenn man so einen Knick in der Optik hat wie ich), wie zum Beispiel das Bild beschneiden, etwas drehen und hier und da ein Fleckchen wegretuschieren. Ein bisschen Helligkeit dank Gradationskurve tut dem Bild meist auch sehr gut.

So und nun wisst ihr auch, was ich so mit meinen Fotos mache :)
Welche Programme benutzt ihr?

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a red apple hat Besuch: Jule von „Jule for unique people“

Juhu! Heute gibt es hier den ersten Besucher! Ich freue mich sehr, dass ich so viele Zuschriften auf meinen Post erhalten habe. Jule hat als erste den Weg auf „a red apple“ gefunden. Seid gespannt!

 

1. Stell dich doch einmal kurz vor!

Ich heiße Jule und bin 28 Jahre alt. Ich komme aus Hamburg, wo ich auch jetzt noch lebe und glücklich bin.

Ich studiere im letzten Semester Arbeitslehre und Englisch auf Lehramt für Primar- und Sekundarstufe 1. Ich hoffe schnell einen Referendariatsplatz zu bekommen um dann so in 3 Jahren als Lehrerin arbeiten zu können. Das Studium finanziere ich mir über geliebte Verwandte und Nebenjobs. Seit fast einem Jahr ist mein Nebenjob Dawanda und Flohmärkte, wo ich meine selbst hergestellten Sachen verkaufe.

 

2. Wie lange bloggst du schon und wie bist du auf die Idee gekommen, einen eigenen Blog zu schreiben?

Meinen Blog Jule for unique people gibt es jetzt fast 8 Monate. Ich habe mit der Seite angefangen, weil ich auf Flohmärkten immer wieder nach meiner Webseite gefragt wurde. Zum Glück habe ich einen Freund, der mir die Seite erstellt hat. Es hat Spaß gemacht alle unsere Ideen umzusetzen und zu sehen wie schöne die Seite am Ende geworden ist. Ich habe auch mit dem bloggen angefangen, weil es mir großen Spaß macht Dinge selber herzustellen und ich es schön finde diese dann – stolz wie Oskar – präsentieren zu können. Ich bin selber viel im Internet und auf den Seiten anderer Blogger und sehe das bloggen als eine Art Ideenpool, zu dem ich gerne etwas beitragen möchte.

 

3. Hast du schon jemals einen deiner Leser persönlich getroffen?

Ich weiß dass Freunde und Verwandte meinen Blog ab und zu lesen und die treffe ich natürlich öfters aber einen Leser habe ich noch nicht persönlich getroffen. Seitdem ich meine Kommentarfunktion im Griff habe kann ich aber mit Lesern direkt kommunizieren. Ich freue mich immer sehr über Kommentare und versuche auch auf diese zu antworten. Letztens hat eine Leserin bei mir auf Dawanda ein paar Sachen gekauft und mir erzählt, dass sie über meinen Blog auf meinen Shop gekommen ist. Das hat mich sehr gefreut.

 

4. Welche Blogs liest du am liebsten und warum?

Ich liebe Elsies Blog A Beautiful Mess. Den lese ich am liebsten, weil sie mehrmals täglich tolle Beiträge postet. Sie hat einen ganz tollen Stil, schreibt witzig und die Sachen die sie macht finde ich super. Dann lese ich noch gerne den Blog Poppytalk.
Auch da gibt es viele Inspirationen und Ideen für eigene Projekte. Ich lese generell gerne Blogs, die von Menschen geschrieben werden deren Stil mir gefällt oder die mir sympathisch sind, wie zum Beispiel diesen hier oder auch Nettes Blog.

 

5. Womit beschäftigt sich dein Blog hauptsächlich und was ist das tollste Projekt, das du je vorgestellt hast?

Ich schreibe hauptsächlich über Klamotten, Accessoires und Schmuck die/den ich selber hergestellt habe. Ab und zu gibt es eine Anleitung für eines dieser Projekte. Ich stelle auf meinem Blog aber auch neue Produkte und Flohmarkttermine vor und beschreibe fotographisch -wie Frau Liebe – jeden Sonntag was ich so mit meinen Händen gemacht habe.
Ich könnte jetzt nicht sagen, welches das tollste Projekt auf meiner Seite ist. Laut Statistiken wurde meine Fadenlampe am häufigsten angeklickt.

Meine Faltenrockanleitung ist auch ziemlich hoch im Kurs, was mich sehr freut, denn ich liebe den Schnitt, er ist schnell und einfach und es macht mir Spaß ihn immer ein wenig zu verändern. So habe ich schon 4 verschiedene Röcke mit dem gleichen Grundschnitt hergestellt.

Und das Projekt, auf das ich am stolzesten bin, ist meine Ledertasche, die ich aus einer alten Lederjacke gemacht habe. Die Tasche ist richtig toll und fast professionell geworden.

 

6. Was inspiriert dich?

Mich inspiriert eigentlich alles was um mich herum passiert. Die Jahreszeiten, Unterhaltungen mit Freunden und Verwandten, Magazine und Blogs.

Oft seh ich einen Stoff und schon habe ich ein Kleid oder einen Rock im Kopf, das ich dann machen werde. Leider habe ich gar nicht so viel Zeit um all die Sachen zu machen, die mir so im Kopf herumschwirren.

 

Meine Lieben. Besucht einmal Jule auf ihrem tollen Blog. Ich muss gestehen, als sie sich bei mir gemeldet hat, habe ich am gleichen Tag das ganze Blog durchgelesen.
Ich freue mich, liebe Jule, dass du hier mitgemacht hast und ich hoffe, dass meinen Lesern das kleine Interview genauso gut gefallen hat wie mir.

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